Die Sprache der Seeleute


  1. LA = Länge über alles - gemessen zwischen dem hintersten und vordersten festen Punkt des Schiffes (der Bugspriet ist einzubeziehen)
  2. Laberdan = in Lauge gesalzener Kabeljau
  3. Labsalbe = Mischung aus Tran und Holzteer zum Rostschutz von Eisen- und Stahltrossen
  4. labsalben = Tränken des Gutes ( mit Garn umwickelte Teile, Drähte) mit Mitteln, die Wetterfestigkeit garantieren
  5. Labskaus = ursprünglich seemännisches Gericht  aus Fleisch oder Fisch, Kartoffelbrei und sauren Gurken
  6. Ladebaum = Vorrichtung zum Heben und Versetzen von Lasten auf Frachtschiffen
  7. Ladegeschirr = Einrichtungen mit denen Güter an Bord bewegt werden (Bordkräne, Ladebäume, Winden)
  8. Lademarke =  (Tieflademarke); siehe Freibord
  9. Laderaum = dient zum Stauen der Ladung
  10. Ladung = umfaßt praktisch alle Güter, flüssig, fest oder gasförmig, die ein Frachtschiff über See befördern kann.
  11. Ladungsoffizier = Nautischer Offizier, in der Regel der 1. Nautische Offizier, der die Beladung und Entladung des Schiffes sowie die Maßnahmen zur Ladungsfürsorge leitet und überwacht.
  12. Lagune = vom offenen Meer durch einen Landstreifen oder Riffe getrennter, flacher Meeresteil, Strandsee
  13. Lahnung = Buschdamm, Schlickfänger, ein buhnenartiger Damm aus Busch, der zwischen zwei Pfahlreihen fest eingepackt und mit Draht verschnürt ist. Sie haben den Zweck, in Landgewinnungsfeldern die Wasserbewegung ( Strömung, Wellen) zu beruhigen und damit die Schlickablagerung zu fördern.
  14. Lakatoi = Wasserfahrzeug in Neuguinea; drei und mehr Einbäume nebeneinander mit einer gemeinsamen Plattform aus Bambus
  15. Land = an Land gehen, das Schiff verlassen
  16. Lände = Stelle zum Anlegen für Boote, Flöße
  17. Landgangssteg = Gangway, der Laufsteg vom Schiff zur Kaje
  18. Landgewinnung = Förderung der Entstehung von neuen Deichvorland. Nach dem Zweck unterscheidet man  Vorland- gewinnung und Neulandgewinnung. Die Vorlandgewinnung dient dem aktiven Küstenschutz. Sie bezweckt die Schaffung oder Sicherung eines ausreichend breiten Außengodens vor dem Hauptdeich. Bei der Neulandgewinnung wird ein möglichst breiter Außengroden (500m und mehr) erstrebt mit dem Ziel, später dieses neue Land zu bedeichen, zu besiedeln und landwirtschaftlich zu nutzen.
  19. Landhai = gewissenloser Anwerber von Seeleuten
  20. Landlubber = Landratte
  21. Landmarke = vom Meer gut sichtbarer und erkennbarer Punkt, z.B. ein Kap, Leuchtturm oder Kirchturm, der für Navigationspeilungen benutzt wird
  22. Landratte = Bezeichnung der Seeleute für Nichtseelexn
  23. Landseite = 1. Umschlagbereich zwischen Lagerschuppen und Hinterland; 2. Seite des Schiffs, mit der es am Kai liegt
  24. Landungsboot = dient für die Aufnahme von Soldaten, um diese an Küstenstreifen abzusetzen
  25. Land unter = volkstümliche Bezeichnung der Überflutung unbedeichter, begrüntder Vorländer, besonders des Grünlandes der Halligen.
  26. Ladungsrechner = Bordcomputer, mit dem Gesamtmasse und optimale Verteilung der festen oder flüssigen Ladung zwecks Gewährleistung von Freibord und Stabilität sowie Einhaltung der zulässigen Schiffskörperbeanspruchung ermittelt werden.
  27. Landzunge = schmale Halbinsel
  28. Länge = eines Schiffes wird zwischen den Loten (Wasserlinie, auch CWL) und "über alles" ( die größte tatsächliche Länge des Schiffes ) gemessen
  29. Länge-Breiten-Verhältnis = Teilt man die Länge eines Schiffes durch die Breite, gibt der Faktor F den Schlankheitsgrad des Schiffes an, je größer F ist, um so schlanker ist das Schiff.
  30. Längengrad = Gebiet der Erdoberfläche zwischen zwei Längenkreisen, die sich um 1° unterscheiden
  31. Langschiff = Kriegsfahrzeug der Wikinger
  32. längsseits = außenbords parallel zum Kiel; Entlang der Schiffsseite
  33. Langspleiß = ist beim Tauwerk das gegenseitige Eindrehen der einzelnen Tauwerk-Stränge zur Verbindung von zwei Tauwerkenden. 2. scherzhaft: besonders lang geratenen Menschen
  34. laschen = das Festzurren beweglicher Gegenstände, Ladung an Bord; verstärken einer gesprungenen Spiere
  35. Lasching = festgezurrte Gegenstände z.B. durch Taue, die das Verrutschen durch Seegang verhindern
  36. Laschgang = sorgt für die Ladungsbefestigung an Bord unter Verwendung von Laschdraht und Spannschrauben
  37. LASH = Lighter aboard Ship,oder Barge Carrier transportieert schwimmfähige Großcontainer
  38. Lasser-Jolle = Einmannjolle mit Steckschwert, seit 1974 Internationale Klasse, Länge 4,24m, Breite 1,37m, Gesamtmasse 65 kg, Segelfläche 7,10 m²
  39. Last = Vorrats-, Frachtraum unter dem Deck, Maßeinheit für die Schiffsfracht, auch für die Tragfähigkeit eines Schiffes
  40. Lastschwimmring = Bietet die Möglichkeit Fänge ohne feste Verbindung zwischen den Schiffen zu übergeben.Mit ihm können Fangmengen von 200 Tonnen selbst bei ungünstiger Witterung zum Kühlschiff transportiert werden.
  41. Lateinsegel = dreieckiges Segel an schräger Rah, wurde früher besonders von Schiffen des Mittelmeeres benutzt
  42. Lattenpegel = ist ein Stab mit Maßeinteilung und dient zur Wasserstandsmessung,  an Brücken, Schleusen und in Häfen
  43. Laufbrücke = Verbindung der Aufbauten über ein tiefliegendes glattes Deck
  44. laufendes Gut = Tauwerk, das zum Auf- und Niederholen von Segeln und Ladebäumen sowie andere Arbeiten dient.
  45. Läufer = 1. jedes Tau, das durch Taljen oder durch Blöcke ( Rollen) läuft; 2. Mitglied der Seewache, das nach Weisung des Wachoffiziers Kontrollgänge und andere Arbeiten durchführt
  46. lavieren = ältere Bezeichnung für kreuzen
  47. Leck = Loch oder sonstige Beschädigung eines Schiffes, durch die Wasser eindringen kann
  48. Leckage = bei flüssigen Frachtgütern, Verlust durch lecken der Behälter.
  49. Lecksegel = dient  für die Lecksicherung ( provisorisches Abdichten eines Lecks) besteht aus aus mehreren Lagen (Segeltuch), die teilweise durch Stahldrahtnetze verstärkt sind
  50. Lee = dem Wind abgekehrte Seite eines Schiffes (Windschatten); Leeseite
  51. Lee machen = das Schiff quer zum Wind legen, so daß an der Leeseite des Schiffes ein windgeschütztes Gebiet entsteht.
  52. Leesegel = bei leichtem bis mäßigem achterlichem Wind angebrachte Zusatzsegel
  53. Legde = Niederung. 1. vielfach wir die Legde ein flaches Gebiet auf dem Watt in der Nähe einer Wattwasserscheide bezeichnet; 2. Bezeichnung für Dünenlücken, durch die bei hohen Sturmtiden Wasser in das Dünengebiet strömt.
  54. Legerwall, Leeküste = Küstenstrich an der dem Wind abgewandten Seite (Leeseite) des Schiffs. Bei aufkommendem Sturm für Segler gefährlich, wenn es nicht gelingt, sich von der Küste freizukreuzen
  55. Leichte Brise = Mittlere Windgeschwindigkeit 5 Knoten; Stärke 2 auf der Beaufortskala
  56. Leichter = kleineres flachgebautes Wasserfahrzeug (Kahn) zum Leichtern (Ladung aufnehmen) ohne eigenen Antrieb
  57. leichtern = den Tiefgang eines Schiffes durch löschen einer Teilladung verringern
  58. Leichtmatrose = Matrose im Rang zwischen Jungmann und Vollmatrose, der noch in der Ausbildung steht; mit einer Seefahrtzeit von mindestens zwölf Monaten als Jungmann
  59. Leichtwetter = allgemeine Bezeichnung für Windgeschwindigkeiten unter 13 Knoten ( Stärke 4)
  60. Leide = Wasserrinne oder Abzugsgraben, ferner Bach oder Tief
  61. Leine = dicke Schnurr, Seil mittlerer Stärke
  62. Leinen los = wenn es " Leinen los" heißt, dann legt das Schiff ab. Die Leinen, die das Schiff mit dem Land verbunden  hatten werden gelöst und vom Schiff eingeholt.
  63. Leinenwurfgerät = Raketenapparat zur Herstellung von Verbindung zwischen 2 Schiffen oder vom Land zum Schiff und umgekehrt. Die mittels einer Rakete über das andere Fahrzeug oder an Land geschossene dünne Leine  ermöglicht das Nachholen stärkerer Leinen und Trossen. Damit ist die Möglichkeit der Hilfeleistung durch Abbergen, Abschleppen und medizinische Hilfe gegeben.
  64. Leiser Zug = mittlere Windgeschwindigkeit 2 Knoten; Stärke 1 auf der Beaufortskala
  65. Leitdamm = dammartiges Bauwerk aus Busch oder Stein im Watt, das dem strömenden Wasser eine bestimmte Richtung geben oder einem in seinem Schutz liegenden Außentief Lage- und Querschnittsstabilität verleihen soll. Solche Dämme werden auch im aktiven küstenschutz verwendet.
  66. Leitender = 1. Ingenieur, auch Chief
  67. lenzen = 1. Wasser aus dem Schiff pumpen; 2. Treiben eines Schiffes vor dem Sturm mit geringer oder ohne Segelfläche; vor dem Wind segeln
  68. Lenzpforten = verschließbare Öffnungen in der Schiffsseitenwand zum Ablaufen des Wassers
  69. Lenzpumpen = werden maschinell oder per Hand bedient, um das ins Schiff eingedrungene Wasser herauszupumpen
  70. Lenzsack = Treibanker
  71. Leuchtbake = hohes Gerüst aus Holz oder Stahl, das ein Leuchtfeuer trägt.
  72. Leuchtfeuer = Lichtzeichen für die Navigation von Schiffen bei Nacht.  Man unterscheidet:
    Festfeuer ein dauernder Schein von gleichbleibender Stärke
    Unterbrochenes Feuer der Schein erlischt kurzzeitig
    Wechselfeuer die Scheine zeigen verschiedene Farben
    Blinkfeuer die senden Scheine von über zwei Sekunden Dauer
    Blitzfeuer sie senden Scheine von unter zwei Sekunden Dauer
    Mischfeuer Feuer mit verschiedenen Lichterscheinungen
    Zur weiteren Unterscheidung erhalten die Lichtquellen verschiedene Farben ( weiß, grün, rot) und andere Kennungen nach festgelegten Befeuerungsgrundsätzen.
  73. Leuchttonne, Leuchtboje = schwimmendes Seezeichen und dient zur Orientierung ( nicht zur Ortsbestimmung). Die Lichtquelle wird von eigener Energie gespeist.
  74. Leuchtturm = Seezeichen in Form eines hohen Turmes mit einem starken Leuchtfeuer an der Spitze, der an Land oder auch im Wasser an für die Navigation wichtigen Punkten steht und durch Form, Farbgebung und Lichtkennung identifizierbar ist. Sein Licht (Glühlampe oder Lichtbogen) wird durch Fresnellinsen und/oder Spiegelsysteme stark gebündelt.
  75. Leutnant zur See = unterster Offiziersrang (Bundesmarine)
  76. Leuwagen = 1. heißt an Bord der Schrubber zum Reinschiff machen; 2. Haltebügel für die Baumschot
  77. lichten = den Anker lichten, heben, hochziehen
  78. Liek = Tauwerk, mit dem die Segel eingefaßt werden, um sie zu versteifen, auch Leik
  79. liften = anheben; besonders für schwere Gegenstände
  80. Likedeeler = Gleichteiler Bund, Vitalienbrüder: gegen Ende des 14. Jahrhunderts Bund an der Ost- und Nordseeküste unter Führung des Klaus Störtebeker (Er nahm den Reichen, um es mit den Armen zu teilen)
  81. Limey = scherzhaft für britische Seeleute, deren Schiffe auch als als lime-Juicers" bezeichnet wurden, da ein britisches Gesetz vorschrieb, Limonen-Saft gegen Skorbut mitzuführen.
  82. Linie = seemännischer Ausdruck für den Äquator
  83. Linienschiff = Schiff in der Linienschiffahrt
  84. Linienschiffahrt = Schiffahrt mit bestimmten, regelmäßig befahrenen Verbindungen
  85. Linientaufe = Äquatortaufe, ulkig-derbe Reinigungszermonie, denen Mitglieder einer Schiffsbesatzung (auch Passagiere) unterzogen werden, die erstmals den Äquator passieren.
  86. Link = Kettenglied
  87. Lippe = starkes, oben meist offenes Metallauge an Deck oder auf dem Schanzenkleid bzw. Reling zum Führen von Festmacherleinen
  88. Litoral = ökologische Bezeichnung für den Küstensaum des Meeresbodens
  89. LKWL= Schiffslänge in der KWL (Konstruktionswasserlinie)
  90. LL = Schiffslänge zwischen den Loten - gemessen zwischen den Schnittpunkten der Konstruktionswasserlinie.
  91. Lloyd = der Name ist in der internationalen Seeschiffahrt zum festen Begriff geworden. Hinter dem Namen verbergen sich: Klassifikations- und Versicherungsgesellschaften, Reedereien und Werften, wie beispielsweise: Lloyds Schiffsregister, Germanischer Lloyd, Norddeutscher Lloyd, Hapag-Lloyd AG, Lloydwerft in Bremerhaven
  92. Lloyds Schiffsregister = ( Lloyd's Register of Shipping) älteste Klassifikationsgesellschaft, Sitz in London
  93. Log, Logge = Gerät zum Messen (Loggen) der Schiffsgeschwindigkeit relativ zum Wasser.
  94. Logbrett, Logscheit = Beim Handlog  das aufrecht schwimmende Brettchen, das ähnlich wie der Treibanker im Wasser stehen und dabei die Logleine ausrauschen lassen soll. Nach dem Loggen wird scharf an der Logleine gezogen, am Hahnepot reißt die Leine aus dem Stöpsel, das Scheit klappt bei und läßt sich leicht einholen.
  95. Logbuch = Schiffstagebuch, wird heute mit automatischen Fahrtenschreiber und Kursaufzeichner kombiniert.
  96. loggen = mit dem Log messen
  97. Loggast = Matrose zur Bedienung des Logs (Logge)
  98. Logis = Unterkunftsräume der Mannschaft
  99. Logleine = Meßschnur zum Loggen
  100. Logger = kleines Fischereifahrzeug mit Motor und Hilfssegel; auch Heringslogger und Heckfänger
  101. Logglas = Sanduhr zum Loggen
  102. Longtonne = Maßeinheiten in der Seeschiffahrt
  103. Lorbass = Lümmel, Taugenichts
  104. Lose = eine nicht durchgesetzte Leine hat "Lose"
  105. loswerfen = ein Tau lösen, insbesondere die Leinen beim Ablegen des Schiffes
  106. Löschboot = Löschkreuzer; ein Spezialschiff der Feuerwehr,  wird für die Bekämpfung von Schiffsbränden und technische Hilfeleistungen in der Gefahrenabwehr eingesetzt
  107. löschen = entladen eines Schiffes
  108. Löwe = alte Bezeichnung für Leichtmatrose
  109. LORAN-Navigation = Verfahren der Funknavigation. Die Zeitdifferenz der eintreffenden Signale von weit auseinanderstehenden synchronisierten Sendern mit größerer Reichweite wird zur Positionsbestimmung genutzt.
  110. Lorbass = kann ein Hafenbesucher ebenso ein seelexn sein, wenn er groß und schwergewichtig ist
  111. Lot = an einer mit Markierungen versehenden Leine hängendes Metallstück (Senkblei) zum Bestimmen der Wassertiefe
  112. loten = die Tiefe des Wassers loten, messen
  113. Lotse = Hafenlotse, Seelotse, Flußlotse, Kanallotse, amtl. zugelassener nautischer Berater der Schiffsführung auf bestimmten, schwierig zu befahrenden Wasserstraßen, auf denen aus Sicherheitsgründen Lotsen an Bord genommen werden müssen (Lotsenpflicht);
  114. lotsen = ein Schiff in den Hafen lotsen, ein Schiff durch schwierige Gewässer lotsen, führen, leiten
  115. Lotsenboot = Boot, das den Lotsen an Bord eines Schiffes bringt
  116. Lotsenversetzboot = größeres Lotsenboot, das weit draußen vor dem Hafen liegt und den Lotsen als Station dient
  117. Loxodrome = Kurslinie, die alle Meridiane unter gleichem Winkel schneidet. In der Mercatorprojektion erscheinen sie als Geraden zwischen zwei Punkten.
  118. lüften = eine Last  hochheben; Luft unter einer Kiste, unter eine Last oder unter einen Schlafenden bringen
  119. Lüfterköpfe = auf den Luftschächten angebrachte Ein- bzw.- Austrittöffnungen mit besondere Formgebung, die ein Eindringen bzw. Heraussaugen der Luft durch den Wind erzwingt bzw. erleichtert, dabei müssen sie einen Schutz des Luftschachtes gegen Regen und Spritzwasser bilden und möglichst unabhängig von der Windrichtung wirken. Man unterscheidet Abluft- (Sauger) und Zuluftköpfe (Drücker).
  120. Lümmel = der senkrechte Bolzen, um den sich ein schwenkbarer Baum ( Ladebaum, Baum eines Segels) dreht
  121. Luftkissenfahrzeug, boot = Hovercraft, Fahrzeug, das auf einem Polster aus komprimierter Luft auf dem Wasser und Land gleitet
  122. Lugger = 1. kleines französisches Segelschiff mit drei Masten; 2.  Fischerboot mit Segel als Anderthalbmaster
  123. Lugger-Catboat = ein einmastiges Boot ohne Vorsegel mit Luggersegel
  124. Luggersegel = heute noch gebräuchliches Segel ( früher Fischerboote). Es ist an einem schräg am Mast hängenden, aufziehbaren Baum befestigt
  125. Luke, Luk = Öffnung im Schiffsdeck (Laderaumes), zum Be- und Entladen eines Schiffes
  126. Lukenrand = als Süll ist die etwa 1 m bis mannshohe Umrandung der Lukenöffnung; auch Lukensüll
  127. Lukenviz = gehört zu den Schauerleuten; unter seiner Aufsicht machen sie im Laderaum die einzelnen Hieven für die Kräne fertig
  128. Luschpäckchen = unordentlicher seelexn
  129. Lutine = Eine Schiffsglocke bei Lloyds in London. Eine Fregatte mit den Namen "Lutine" sank 1799 mit einer wertvollen Ladung ( Werte von über eine Million DM). Nur die Schiffsglocke konnte geborgen werden. Bei Schiffsuntergängen oder anderen wichtige Ereignissen in der Seeschiffahrt wird sie heute noch angeschlagen.
  130. Luv = dem Wind zugekehrte Seite eines Schiffes; Luvseite
  131. luven = ein Schiff sich nach Luv drehen
  132. Luvküste = Küste, die vom Schiff aus in Richtung des Windes liegt.
  133. luvwärts = vom Schiff aus in Richtung des Windes befindlich
  134. Luward = die Seite des Horizontes, von der der Wind kommt; auch Luv
  135. LWL = Lade-Wasserlinie. Im Prinzip dasselbe wie die CWL oder KWL

 

 

 

 

 

 

 

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