Maat = 1. Unteroffizier der Bundesmarine
2. seemännisch: Kamerad, Gehilfe, Mitarbeiter
Magnetische Nord = die ( mißweisende) Nordrichtung,
die auf den magnetischen Nordpol zeigt
Magnetkompaß = der gewöhnliche Kompaß, der durch
Magnete in die ( magnetische) Nord-Südrichtung gestellt wird. Gegensatz: Kreiselkompaß,
der sich in die geographische Nordrichtung stellt.
magnetischer Kurs = ist ein mißweisender Kurs,
der nach der mißweisenden Rose ausgerichtet ist. Er weicht um die Mißweisung
von dem rechtweisenden Kurs ab.
Magnetmine = (Marine) Mine, deren Zündung und
Detonation durch Einfluß des Magnetfeldes, das jedes Schiff um sich verbreitet,
herbeigeführt werden
Magnetnadel = Nadel im Kompaß, die sich zum magnetischen
Pol hin bewegt
Mahagoni-Patent = Sporthochseeschifferexamen
Mahalla = Ansammlung von vielen Schiffen
Mahlsand = lockerer Sandboden, der durch seine
Sättigung mit Wasser wenig Tragfähigkeit besitzt, so daß aufgelaufene Schiffe
einsinken. Dieser Vorgang wird durch die am Schiff entstehendenWasserströme
mit Wirbeln ( Mahlstrom) verstärkt, do daß die Schiffe oft nur mit fremder
Hilfe wieder frei kommen können.
Maidentripp = erste Reise nach Fertigstellung,
Jungfernreise
Maierform = Rumpfform von Seeschiffen mit weitauslaufendem
Vor- und Hinterschiff mit besonders geringem Widerstand bei Seegang. Von F.Maier
Anfang des 20. Jahrhundert entwickelt.
Maker = 1. Kamerad; 2. Vorschlaghammer
Makler = Bezeichnung für Firmen im Hafen, die
für Schiff, Ladung und Besatzung als Treuhänder zwischen Reedern, Spediteuren,
Behörden usw. alles Nötige erledigen.
Maling = Zeichnung, Aufgemaltes, für eine fertiggestellte
Malerarbeit an Bord
mall = 1. gedreht, umspringend, verdreht (vom
Wind); 2. nordd. übertrieben. für von Sinnen, verrückt)
Mall = Muster, Modell für Schiffsteile, Spantenschablone
mallen = 1. nach dem Mall bearbeiten, 2. Umlaufen
oder Umspringen des Windes, der Wind mallt
Mallung = Hinundherspringen des Windes
Manilatauwerk = aus Fasern der Blattscheide der
Faserbanane hergestelltes Tauwerk. Die Fasern sind lang, leicht und widerstandsfähig.
mannen = von Mann zu Mann weiterreichen
Mannloch = Öffnung zum Einsteigen in Kessel oder
Tanks
Mannschaft = Gruppe von Männern und Frauen, die
die Besatzung eines Schiffes bilden, ohne die technischen und nautischen Offiziere,
Schiffsarzt, Hotelchef und Zahlmeister
Manntau = Tauwerk, das in regelmäßigen Abständen
mit Knoten versehen ist, wird über Bord gehängt, um daran an oder von Bord
zu klettern.
Mann-über-Bord-Rolle = Sicherheitsmanöver, das
durchgeführt wird, wenn eine Person über Bord gefallen ist. Er ist immer mit
dem Klarmachen eines Rettungsbootes gekoppelt, das notfalls am Unfallort zur
Aufnahme des Verunglückten ausgesetzt wird. Das Schiff wird durch ein Mann-über-Bord-Manöver
an den Unfallort zurückgeführt.
Manöver = 1. Flottenübung, 2. Drehung, Schwenkung
eines Schiffes aus eigener Kraft
manövrieren = ein Manöver durchführen, ein Schiff
geschickt steuern
Marina = Yacht-, Motorboothafen mit spezielle
Einrichtungen wie: Energieanschlüsse, Bunkerung Wasser und Treibstoff,
Aufsicht, nahegelegene Reparaturmöglichkeiten usw.
Marine = 1. Seewesen eines Staates; Handelsmarine,
Flottenwesen. 2. Kriegsmarine, Kriegsflotte, Flotte. 3. bildliche Darstellung
des Meeres, der Küste, des Hafens
Marineklapphose = in dunkelblauer Farbe;
gehört zum traditionellen Segelpäckchen. Sie ist warm , strapazierfähig
und ist mit einer an beiden Seiten vorne aufknöpfbaren Klappe versehen.
Marineleim = Lösung von Kautschuk und Asphalt
in Teeröl; wasserdichter Kitt, dient in der Schiffahrt zum Ausfüllen von Fugen
bei Holzplanken
Mariner = Matrose, Marinesoldat
maritim = 1. das Meer betreffend, 2. das Seewesen
betreffend, gehörig
maritimes Klima = Seeklima
Marlspieker, Marlpfriem = Dorn, Stahlpfriem
gebraucht der Segelmacher zum Aufweiten der Kabeldrehung beim Durchstecken
des Spleisses, zum Spleißen von Hanf und Drahttauen
Mars = Plattform am Topp des Untermastes zum
Befestigen der Marsstenge; Ausguck am Mast, Mastkorb
Marschfahrt = bei der Marine die ökonomische
Geschwindigkeit mit der ein Schiff läuft. Das heißt diejenige Geschwindigkeit
bei der das Schiff mit einer gegebenen Brennstoffmenge am weitesten kommt.
Die Marschfahrt ist bei jedem Schiff verschieden, da sie sich nach der Schiffsform
und nach der Maschinenanlage richtet.
Marsrah = Rah, die das Marssegel hält
Marssegel = an der Marsstenge befestigtes Segel
Marsparduhn = starker Eisendraht, der die Marsstenge
oberhalb des gesetzten Marssegel von achtern abstützt
Marssaling = Entweder Mars = 1. Plattform
im Mast wo die Marsstenge anfängt, oder Saling = 2. Plattform
am Mast wo die Bramstenge anfängt
Marsstenge = erste Verlängerung des Mastes
Maschwa = einmastiger Segler in Indischen Ozean;
auch als Beiboot auf großen Dauen
Massive See = kommt am Deck, wenn Seen oder Brecher
an Deck kommen. Gegensatz: Spritzwasser.
Mast = senkrecht hochragendes Rundholz oder Stahlrohr;
Schiffsmast, Fahnenmast
Mastknecht = senkrecht im Deck, z.B. neben den
Mast befestigter starker Pfosten mit Scheibgats zum Durchscheren (Durchführen)
von laufenden Enden, die auf Deck entlang geholt werden
Mastkorb = Korb im Mast für den
Beobachtungsposten, Ausguck
Mastringe, Mastband = hölzerne Ringe, die lose
um den Mast sitzen und an denen Schratsegel ( Gaffelsegel usw.) zum Setzen
festgemacht werden.
Mastspur = Halterung des unteren Mastendes auf
dem Kiel von Holzschiffen oder Booten
Maßstab = 1. Auf Zeichnungen, Karten
usw. das Größenverhältnis der dargestellten Dinge zu den Dingen selber. So
bedeutet bzw. Maßstab 1:25, daß die Gegenstände selber 25 mal so groß
sind als ihr Darstellung auf dem Plan, oder 1 cm auf dem Plan sind 25 cm in
Wirklichkeit.; 2. Ein Lineal, das eine Maßeinteilung trägt, die einem
bestimmten Maßstab entspricht.
Masut = Ölverschmutzung der See. Allgemein werden
mit Masut auf der Meeresoberfläche treibende Ölrückstände bezeichnet, die
durch Tankerunfälle, Reinigung der Tankräume, Lenzen von Altöl aus Schiffen,
durch Bohrinseln und sonstige Herkünfte ins Meer gelangen und zum Teil großflächige
Ölteppiche bilden.
Matjeshering = junger Hering noch ohne Rogen
und Milch ( im Gegesatz zum "Vollhering")
Matrose = 1. jemand der seemännisch ausgebildet
ist, Mitglied der Schiffsbesatzung; 2. unterster Mannschaftsdienstgrad bei
der Bundesmarine. Bei der Handelsschiffahrt ist 1984 die Ausbildung zum Matrosen
eingestellt worden. Das Berufsbild "Matrose" gibt es nicht mehr. An seiner
Stelle ist der Schiffsmechaniker getreten, mit einer integrierten Ausbildung
für die Verwendung an Deck und in der Maschine.
Matrosenkuchen = Schiffszwieback
Maschinentelegraph = mit ihm werden die Befehle
für Fahrstufen oder Maschinenmanöver in den Maschinenraum zum Manöverstand
signalisiert. Jeder Befehl wird mit einem Klingel- oder Summersignal begleitet.
Matte = 1. aus Fasertauwerk hergestelltes Flechtwerk,
das auf Segelschiffen zum Schutze der Segel und des laufenden Gutes gegen
schamfilen verwendet wird; 2. meistens aus Reisstroh hergestelltes Flechtwerk,
das als Garnier zum Schutze der Ladung gegen Schweißwasser und Beschmutzung
verwendet wird
Mauritius-Orkan = tropischer Wirbelsturm im südlichen
Indischen Ozean
Maus = eine künstliche Verdickung von Tauen mit
Kabelgarn oder Schiemannsgarn, um das Schamfilen zu vermeiden.
Mayday = im internationalen Sprechfunkverkehr
Kennwort für den Seenotfall; (Mayday bedeutet: Helfen Sie mir).
MBC = Abkürzung für Massengut-, Bulk-, Containerschiff
Medicogespräche = so heißen über
Sprechfunk erteilte Beratungen an Schiffe ohne Arzt um Kranken auf anderen
Schiffen helfen zu können.
Meer = zusammenhängende große Wasserfläche; die
See, Ozean, Weltmeer, Hohe See, der große Teich (scherzhaft). Man unterscheidet:
die Flachsee (bis 200m tief) und die Tiefsee (mehr als 200m tief). Mit Hochsee
werden küstenferne Meeresgebiete bezeichnet. Die Nordsee, ein Randmeer des
Atlantischen Ozeans, gehört zu den Flachseen. Mit "Meer" werden verschiedentlich
auch Binnenseen bezeichnet ( z.B. Steinhuder meer, Großes Meer)
Meerbusen = großer Einschnitt des Meeres ins
Festland, Bucht, Golf
Meereis = Eis, das sich bei etwa -2° unter Ausscheidung
von Salz aus Meerwasser bildet
Meerenge = schmale Stelle eines Meeres zwischen
Festländern oder Inseln; (Sund)
Meereskunde = behandelt Größe, Gestalt und Tiefe
der Meere, Eigenschaften des Meereswasser, die Wellen, die Gezeiten, Meeresströmungen
sowie Flora und Fauna
Meeresleuchten = nächtliches Aufleuchten
der bewegten Meeroberfläche, das durch Leuchtbakterien ( Organismen )
bewirkt wird, besonders in den tropischen Gewässern
Meeresspiegel = Oberfläche des Meeres, Bezugsfläche
für das Normalnull über den Meeresspiegel
meerwärts = auf dem Meer zu, zum Meer hin
Meerweibchen = Meerjungfrau, Seejungfrau, eine
schöne langhaarige mit Zauberkräften ausgestattete Frau mit Fischschwanz (Sagengestalt)
Meereswellen = Schwingungen der Wasseroberfläche,
hervorgerufen durch meteologische Wirkungen (Windwellen), seismische oder
meteorologische Vorgänge (Fernwellen) sowie kosmische Kräfte (Tidewellen).
Die Erscheinungsform einer Welle zeigt im Normalfall einen Wellenberg und
ein Wellental. Der höchste Punkt des Wellenberges heißt Wellenscheitel (Wellenkamm),
der tiefste des Wellentales Wellenfuß. Der senkrechte Höhenunterschied zwischen
Wellenfuß und Wellenscheitel ist die Wellenhöhe. Die halbe Wellenhöhe wird
Amplitude genannt. Die Entfernung von einem Wellenscheitel bis zum nächsten
ist die Wellenlänge (L). Die Zeit zwischen dem Durchlaufen zweier aufeinander
folgender Wellenscheitel an einem ortsfesten Punkt wird mit Wellenperiode
(T) bezeichnet. Die Geschwindigkeit (v), mit der die Welle fortschreitet,
errechnet sich aus der Wellenlänge und der Wellenperiode zu v = L : T. Die
kosmisch oder seismisch erzeugten Wellen sind langperiodisch, die meteorologische
verursachten sind dagegen in der Regel kurzperiodisch.
Megaphon = trichterförmiges Sprachrohr zur Verständigung
von Boot zu Boot, als Transistor-Megaphon mit Batteriebetrieb nicht nur zum
Sprechen, sondern auch zur Abgabe von Schallsignalen
Meile = In der Seefahrt ist sets die Seemeile
gemeint, sie ist 1852 m lang.
Meilenfahrt = Fahrt eines Schiffes über eine
Meßstrecke, die genau 1 Seemeile oder ein Mehrfaches davon lang ist. Meist
sind Anfang und Ende der Meßstrecke durch Landmarken markiert, die auf einem
bestimmten Kurs passiert werden müssen. Die Zeit wird gestoppt und so die
genaue Schiffsgeschwindigkeit ermittelt.
Mennige = Rostschutzfarbe mit Bleioxid als Pigment
Mercartor, Gerhard = eigentlich Gerhard Kremer
(1512-1594) Kartograph; Erfinder der Seekarte (Mercatorkarte)
Mercatorprojektion = wichtigste Form der Kartenprojektion
für die Navigation, bei der Längen- und Breitenkreise als Gerade dargestellt
sind.
Meßbrief = eines Schiffes ist das Papier, das
die Vermessung bzw. das Ergebnis der Vermessung angibt. Ein Handelsschiff
wird vermessen, um den Raumgehalt seines Körpers als Grundlage für die Hafengelder
festzustellen ( siehe Bruttoraumgehalt). Bei Yachten gibt der Meßbrief
Auskunft über die Zugehörigkeit der Yacht zu einer Rennklasse.
Meßformel = Bei der Vermessung von Yachten eine
Formel, die aus den verschiedenen Faktoren, wie Länge, Segelfläche usw. einen
bestimmten Rennwert errechnet.
Meßmarke, Meßband = mit farbe aufgetragenes Zeichen
an Mast und Spieren von Rennyachten, die vom amtlichen Vermesser des Deutschen
Segler-Verbandes angebracht werden und angeben, bis wie weit die ( sich reckenden)
Segel reichen dürfen.
Messe = auf Schiffen 1. Speise- und Aufenthaltsraum
der Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften (Offiziersmesse; Mannschaftsmesse);
2. die dazugehörige Schiffskantine.
MESZ = mitteleuropäische Sommerzeit
Metazentrum = Schnittpunkt von Schiffsachse und
Antriebsrichtung; Schwankpunkt
Meteorologie = Wetterkunde; Wissenschaft
von Klima und Wasser
Mettwurst = Tauende
Meuterei = Aufstand von Matrosen gegen Vorgesetzte
meutern = sich gegen Vorgesetzte auflehnen, den
Gehorsam verweigern
MEZ = mitteleuropäische Zeit
Millibar = vom Barometer gemessene Druckeinheit
Mine = Im Wasser oder in, auf oder über dem Erdboden
verlegte Munition, die nach oder zu einer bestimmten Zeit durch Fernzündung,
Annäherung, Berührung oder andere Art gezündet und zur Wirkung gebracht wird.
( Kontaktmine, Magnetmine, Geräuschmine, Druckmine) Unterscheidung nach der
Art ihrer Ausbringung: Ankertaumine, Grundmine, Treibmine.
minenbergen = ausgelegte Minen so entfernen,
daß sie möglichst unbeschädigt aufgenommen werden können ( wichtig bei bisher
unbekannten Minenarten des Gegners)
minenräumen = Beseitigen oder Zerstören von ausgelegten
Minen oder Minensperren
Minenschiff, Minenleger = schwach bewaffnetes
schnelles Kriegsschiff zum Legen von Seeminen
Minensperre = durch enges Auslegen von Minen
für die Seefahrt unpassierbar gemachtes Gebiet von begrenzten Ausmaß.
Minensuchboot, Minensucher, Minenräumboot = kleines
wendiges schwach bewaffnetes Kriegsschiff zum Suchen und Entfernen von Seeminen.
Arten: Hochseeminensuchboot, Schnelles Minensuchboot; Küstenminensuchboot
minensuchen = feststellen, ob und wo gegnerische
Minen geworfen oder Minensperre gelegt worden sind
Minentaucher = Spezialtaucher zum Entschärfen
von Minen, die mit normalen Minenräumgeräten nicht beseitigt werden können.
Mischfeuer = die Kennung eines Leuchtfeuers,
welches aus Blitzen, Blinken und Unterbrechungen bestehen kann
Mißweisung = der Winkel zwischen dem magnetischen
und dem geographischen Nordpol. In den Seekarten ist die örtliche Mißweisung
angegeben
Mist = ein leichter Nebel, der eine leichte Unsicherheit
hervorbringt. Die Sicht ist schlechter als "mäßig".
Mistral = kalter Fallwind im Rhône-Delta, der
sich bis weit ins Mittelmeer hinein bemerkbar macht.
Mitsegler = ein Segler, der in gleicher Richtung
segelt, auf gleichem Kurse läuft
Mitstrom = 1. Ein Meeresstrom ( auch Gezeitenstrom),
der in Richtung des Schiffskurses setzt. 2. Wasserbewegung am Heck
des Schiffes, die in Fahrtrichtung verläuft. Der Mitstrom wird durch die Relativbewegung
zu den an den Seiten des Schiffes entlang strömenden Wassermassen besonders
deutlich, auch als Nachstrom bezeichnet.
Mitteldeck = auf Passagierschiffen das mittlere
von drei Hauptdecks
Mittelwache = von Mitternacht bis 4 Uhr
Mittelwasser = Wasserstand zwischen Hoch- und
Niedrigwasser; durchschnittlicher Wasserstand
mittschiffs = in der Mitte des Schiffes, zur
Mitte des Schiffs hin; Mitte der Längs- oder Querschiffsrichtung
MOB = (engl.) man over board = Mann über Bord
Moker = schwerer Hammer; siehe auch Maker
Mole = vom Ufer aus ins Wasser gebauter Damm
zum Schutz von Hafeneinfahrten
Moliceiro = portugiesisches Segelschiff mit einem
Mast
Monatskarte = meteoroloische Karte, die monatlich
vom US Hydrographic Office herausgegeben wird.
Mondsegel = wenig geführtes Segel auf Rahschiffen
über dem Royal, auch Skysegel, Drachen
Monkey's Fist = (engl.) Affenfaust; Knoten
der als Beschwerung des Endes einer Wurfleine verwendet wird.
Monkeyreling = obere Abschluß des Schiffsgeländers,
der Reling
Monki, Munki-Jacke = der kurze blaue Überzieher
des Mariners; früher auch Äffchen genannt
Monky-Knoten = Affenfaust als Wurfleinenknoten
Monrovia-Besteck = Brecheisen und Vorschlaghammer
Monsum = jahreszeitlich wechselnde Winde, vielfach
mit Regen- und Trockenzeiten verbunden, in Süd- und Ostasien
Morgenwache = die Wache, die in der Zeit von
04.00 bis 08.00 Uhr liegt.
Mooringwinde = automatische Verhol- und Festmacherwinde
Morsealphabet, Morsecode = nach dem nordamerikanischen
Erfinder S. Morse, 1791-1872; die Kode besteht aus Punkt-Strich-Kombinationen
zur Darstellung des Abc, die durch kurze und lange Stromimpulse, Lichtsignale
oder Tonsignale, übermittelt werden; Telegrafenalphabet
morsen = Verfahren, mit Hilfe der Morseschrift
durch Aneinanderreihen von kurzen und langen Lichtblinken Buchstaben und Zahlen
darzustellen und sie zu Signalen, Befehlen oder Mitteilungen zusammenzustellen.
Morsesignallampe = mit der Lampe werden optische
Lichtzeichen (Lichtblitze in kurzer oder langer Form ) von einem Schiff zu
einem anderen Schiff oder Land zu Schiff und umgekehrt von einem Signäler
Nachrichten übermittelt. (Lichtmorsen).
Moses = 1. jüngstes Besatzungsmitglied an Bord,
Schiffsjunge; 2. Beiboot einer Jacht
Moth = Einhandboot, internationale Konstruktionsklasse,
max. Masthöhe = 6,25m, Segelfläche max. 8 m², Länge 3,35m, max. Breite 2,25m;
ein Mann Besatzung
Motorboot = durch ein Verbrennungsmotor
angetriebenes Boot
Motorenhelfer = Heizer, die erste Stufe in der
Maschinenlaufbahn; nach einjähriger Fahrzeit kann die Beförderung zum Schmierer
und nach zwei weiteren Jahren zum Motorenwärter erfolgen
Motorschiff = See-, Küsten- und Binnenschiffe
mit Antrieb der Schrauben durch Verbrennungsmotore, heute meist Dieselmotore
Möwe = (meist überwiegend weiß oder weiß-grau-schwarz
gefärbter) Vogel der Küsten und Binnengewässer
MS = Abkürzung für Motorschiff
Mudd, Mud = der Schlick und Schlamm, der sich
in Häfen, Flußbetten usw. auf dem Grund absetzt
Mug, Mugge, Muck = = Trinkbrecher, oft
auch aus Blech
mulschen = schlafen
Mumme = Seezeichen in Form einer in den Grund
gesteckten Stange
Munkie = wollenen blauen Überzieher der Seeleute
MUS = Marineunteroffiziersschule
Muschelbank = große Ansammlung festsitzender
lebender Muscheln
Muschkeule = Holzhammer, der bei Takelarbeiten
zum Glätten und zum Treiben des Marlspiekers benutzt wird.
Musikdampfer = Fahrgastschiff; Passagierschiff
( weil sie als einzige Schiffe Musik-Kapellen an Bord hatten )
Musing = Sicherung eines offenen Hakens gegen
Herausrutschen eines angehängten Auges, Stropps usw., sowie eines Schäkels
gegen selbsttätiges Herausdrehen des Bolzens aus einem Draht
mustern = ansehen, auf seine Tauglichkeit
untersuchen, z.b. ob jemand für die Seefahrt tauglich ist
Musterrolle = Urkunde, Dokument über angeheuertes
Schiffspersonal
Musterung = 1) Seeschiffahrtsrecht : die in Gegenwart
des Kapitäns oder eines Bevollmächtigten des Kapitäns oder Reeders vor dem
seelexnsamt stattfindende Verhandlung über die in der Musterrolle (Namensliste
der Besatzung und an Bord tätigen Personen) einzutragenden Angaben. 2. ärztliche
Untersuchung auf Tauglichkeit für den Dienst beim Militär (Bundesmarine, Herr
oder Luftwaffe)
Mutt = Tauauge, meistens um eine Kausch, am Fall,
Hals oder Schothorn eines Segels
Mutterschiff = Schiff, das für andere kleineren
Schiffen zur Versorgung, Reparatur usw. dient