Die Sprache der Seeleute


  1. sacken, absacken = 1. untergehen; 2. zurückbleiben
  2. Sahling = Holzkonstruktion, die zwei Teile des Mastes miteinander verbindet und gleichzeitig eine kleine Plattform bildet
  3. Saling = dient zum Spreizen der Wanten (Spiere)
  4. Salut = Kanonenschuß durch Kriegsschiffe oder Küstenbatterien. Nach internationaler Norm gibt es folgende Festlegung:
    Staatsoberhaupt, Regierungschef 21 Schuß
    Verteidigungs- und Marineminister, Flottenadmiral, Botschafter 19 Schuß
    Chef der Seestreitkräfte, Admiral, Gesandter 17 Schuß
    Chef der Flotte, Vizeadmiral, Geschäftsträger, Gouverneur 15 Schuß
    Flottillenchef, Konteradmiral, Oberbürgermeister 13 Schuß
    Brigadechef, Kommodore, Generalkonsul 11 Schuß
    Abteilungschef, Kommaandanten von Schiffen 1. und 2. Ranges, Konsul 7 Schuß
  5. salze See = poetisch (veraltet) die Weltmeere mit ihrem Salzwasser
  6. Salzwasser = (Seewasser) das Wasser der Weltmeere und der mit ihnen verbundenen Randmeere. Im Mittel enthält 1 Liter Ozeanwasser 35 g Salze. Das Salzwasser ist vor allem wegen seines hohen Kochsalzgehaltes für Mensch und Tier ungenießbatr. Das Nordseewasser hat im Mittel 33°/oo Salzgehalt.
  7. Sambuk = zweimastiges kleineres arabisches Segelschiff
  8. Sampan = chinesisches Flußboot, das als Wohnung dient; kleines chinesisches Ruderboot, auch Beiboot
  9. Sandbank = Anhäufung von Sand, die über die Wasseroberfläche ragt oder dicht darunter liegt ( in Flüssen, Seen und im Meer)
  10. Santa Maria = Flaggschiff des Kolumbus bei seiner Entdeckungsfahrt nach Westindien; etwa 20...30 m lang, 6,5....8m breit, bis zu 90 Mann Besatzung; am 25.12.1492 an der Küste Haitis gestrandet.
  11. SAR = Abk. für Search and Rescue ( Suche und Rettung )
  12. SBAO = Schiffsbesetzungs- und Ausbildungsordnung, die staatliche Richtlinie, die die Ausbildung der Patentträger regelt und angibt wie viele Schiffsoffiziere, Schiffsingenieure u.a. mit erforderlichen Patenten an Bord eines Schiffes sein müssen
  13. Scarpanto, Karpathos = ägäische Insel zwischen Kreta und Rhodos auf 35º 32' N  27º 14' O.
  14. schaffen = essen
  15. Schaffermahlzeit = alter Brauch der Schifferbrüderschaften. Im Winter, wenn viele Schiffsbrüder zu Hause waren, wurden sie und ihre Angehörigen von den "Schaffern", d. h. den Verwaltern ihrer Brüderschaft, zu gemeinsamen Mahlzeiten eingeladen. Bekannt ist heute noch die Schaffermahlzeit in Bremen, an der sich die Bremer Reeder und Kapitäne zum gemeinsamen Essen zusammenfinden
  16. Schake = Kettenglied, z.B. von Ankerketten
  17. Schäkel, Schekel = mit Bolzen verschließbarer, U-förmiger Haken zum Verbinden von Ketten, Seile und Taue
  18. schäkeln = Seile, Taue und Ketten verbinden
  19. schalken = Luken abdichten
  20. Schaluppe = größeres Beiboot, großes, einmastiges Küstenfrachtsegler  (holländisches Schiff)
  21. Schärenkreuzer  = Segelboot; 30-m2 Schärenkreuzer
  22. Schamaiten = Landschaft in Litauen mit dem Hafen Memel
  23. schamfilen = durch Reibung schadhaft werden; reiben oder scheuern von Tauwerk
  24. Schandeck = die äußere, die Enden der Spanten abdeckende Holzplanke bei Holzdecks
  25. schanghaien = Seeleute teils gegen ihren Willen oder unter Vorspiegelung falscher Tatsachen auf unterbesetzte Schiffe vermitteln; auch shanghaien
  26. Schanze = hinteres Deck auf Kriegsschiffen
  27. Schanzkleid, Schanz  =  festes Geländer um ein freies Deck. Überkommendes Wasser läuft durch Speigatten ab.
  28. Schapp = ein Schrank, ein Spind, ein Schubfach oder auch ein kleiner Raum an Bord
  29. Scharpie, Sharpie = internationale Einheitsklasse, 12 m² Segelfläche, Jolle in Knickspant-Bauweise, Länge über alles 6m, Breite 1,43m, ohne Spinnaker; Besatzung 2 Mann; Kennzeichen im Segel: 12
  30. Schau, Flagge in Schau = eine vorgeheißte, in der Mitte zusammengebundene Flagge als Notsignal. Heute nicht mehr üblich.
  31. Schauermann, Schauer, Stauer = Hafenarbeiter der berufsmäßig Schiffe be- und entlädt; auch Schauerleute
  32. SchBesV = Schiffsbesetzungsverordnung, erlassen von den Bundesministerien für Verkehr sowie Arbeit und Sozialordnung.
  33. Schebecke = dreimastige Küstensegler des Mittelmeerraumes
  34. Scheibe = drehbar innerhalb eines Blockes angebracht, führt ein durchlaufendes Tau
  35. Scheibgatt = das Loch in einem Block, einer Stege, Rah oder Gaffel, in welches eine Scheibe für das Tau oder eine Kette gesetzt wird
  36. Schelf  =  vom Meer überfluteter Sockel der Kontinente; vorgelagerte Festlandsockel mit Wassertiefen bis 200m; Flachsee, Wattenmeer, Schelfmeer
  37. Schelikov-Straße = Meeresenge an der Südküste Alaskas zwischen dem Festland und den Inseln Kodiak und Afognak
  38. Schellfischkopf = scherzhaft für Seefischer
  39. scheren =  Tau durch den Block ziehen; ausscheren = Formation verlassen; einscheren = sich einordnen
  40. Scherlatte = Brett mit Löchern, die das laufende Gut leiten, um ein Durchscheuern (schamfilen) zu vermeiden
  41. Scheuerleiste = eine um das Schiff herumlaufende Leiste aus Holz oder Kunststoff, sie dient bei kleineren Schiffen oder Boote als Fender und schützt den Rumpf beim Anlegen
  42. Schiemann = Bootsmannsmaat, Matrose
  43. Schiemannsgarn = dünnes geteertes Tauwerk, Garn zum Umwickeln von Spleißstellen
  44. Schiet = 1. auf hochdeutsch kein salonfähiger Ausdruck; 2. bezeichnet in der Schiffahrt eine Untiefe. Man sagt: Ein Schiff sitzt auf Schiet, wenn es festgekommen ist. 3. schlechtes Wetter
  45. Schiff = großes Wasserfahrzeug, Schiffstypen zB.: Containerschiff, Fährschiff, Frachtschiff, Hecktrawler, Tankschiff usw.; das Wort " Schiff " ist germanischen Ursprungs: gotisch -  skip, altnordisch - skib, altenglisch - scip, althochdeutsch - skif, schwedisch - skepp. In jedem Falle bezeichnet das Wort ein Wasserfahrzeug.
  46. Schiffahrt = Beförderung von Personen und  Fracht ( Ladung) auf Schiffen
  47. Schiffahrtskunde =  siehe Nautik
  48. Schiffahrtsstraße = Schiffahrtsweg, Wasserstraße für Schiffe und  Boote
  49. schiffbar = mit Schiffen befahrbar; z.B. Fluß
  50. Schiffbauer = jemand der berufsmäßig als Handwerker am Bau von Schiffen mitwirkt
  51. Schiffsbetriebsmeister (SBM) = 1978 eingeführte Bezeichnung für den Meister im Gesamtschiffsbetrieb ( früher Bootsmann, Storekeeper). Aufgaben: Deck als auch Maschine)
  52. Schiffsbetriebsoffizier (SBO) = Ein Offizier der eine seemännische und eine technische Ausbildung hat. Der Weg führt über den Schiffsmechaniker zum Studium der Nautik und der Technik
  53. Schiffsbohrwurm = Bohrmuschel, aus der Zeit der Holzschiffe stammende Bezeichnung. Diese konnten von Bohrmuscheln befallen und zerstört werden.
  54. Schiffbruch = Untergang, hervorgerufen durch eine Havarie  Kollision, Schiffskollision, Schiffsunfall, Seeunfall
  55. Schiffsbrüchige = Menschen, die sich nach einem Schiffbruch auf einem Wrack, in einem Rettungsmittel oder im Wasser befinden
  56. Schiffchen = 1. kleines Schiff; 2. Käppi  (Kopfbedeckung) bei der Bundesmarine
  57. Schiffer = jemand, der ein Schiff führt, lenkt  (Schiffsführer, Skipper, Kapitän, Schipper)
  58. Schifferklavier = Akkordeon
  59. Schifferknoten = auf bestimmte Art geknüpfter, nicht durch Ziehen lösbarer Knoten
  60. Schiffsbergung = Rettung von Schiffen, Besatzung und Ladung, meist durch Bergungsreedereien
  61. Schiffsbrücke = 1. Anlegebrücke für Schiffe und Boote; 2. Kommandobrücke auf Schiffen
  62. Schiffsglocke = befindet sich meistens auf der Back, mit ihr werden Not- und Nebelsignale gegeben; auch Nebelglocke
  63. Schiffshebewerk = Anlage für die Schiffahrt zur Überwindung großer Unterschiede im Wasserstand
  64. Schiffsjunge = Moses; jemand, der zum Matrosen ausgebildet wird (Traditionelle, heute nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für die unterste Stufe des angehenden seelexnes)
  65. Schiffsmann, Schiffsleute = Schiffsleute sind gemäß SchBesV Besatzungsmitglieder eines Schiffes, die zur Ausübung ihres Dienstes kein Abschlußzeugnis des Berufes benötigen, in dem sie eingesetzt sind.
  66. Schiffsmakler = Makler, der die Vermittlung von Schiffsraum, -fracht und -liegeplätzen betreibt
  67. Schiffsmechaniker (SM) = neue Berufsbezeichnung für den traditionellen Begriff "Matrose" (dreijährige Ausbildung); sie ist die Grundstufe zum Schiffsbetriebsmeister
  68. Schiffsoffizier = Es wird in der Handelsschiffahrt zwischen nautischen und technischen Schiffsoffizier unterschieden. Das sind Angestellte, die zur Ausübung ihres Berufes eines staatlichen Befähigungsnachweises bedürfen
  69. Schiffsort = der nach geographischer Länge und Breite festgelegte Ort, an dem sich ein Schiff befindet. ( Schiffort = Position des Schiffes)
  70. Schiffspeilung = Peilung nach Schiffsgraden, die vom Bug (0°) über Steuerbord zum Heck (180°) und über Backbord wieder zum Bug (360°) gerechnet wird.
  71. Schiffsraum = Rauminhalt eines Schiffes, gemessen in Bruttoregistertonnen
  72. Schiffsregister = der Eigner eines Seeschiffes mit einer Rumpflänge über 15m ist verpflichtet, dieses in ein Seeschiffsregister (SSR) eintragen zu lassen. Kleinere Schiffe können freiwillig aufgenommen werden.
  73. Schiffsrolle =  ist der Dienstplan und die Wacheinteilung der gesamten Besatzung eines Schiffes in See
  74. Schiffsroute = allgemeingültiger Weg, auf dem ein Schiff zu einem festgelegtem Ziele beordert wird. Vielbefahrene Schiffsrouten werden in der Handelsschiffahrt auch als Tracks bezeichnet.
  75. Schiffsschraube = Propeller zum Antrieb von Schiffen
  76. Schiffssicherung = (Marine) Abschnitt der Schiffstechnik. Aufgabe der Schiffssicherung ist es, die Schwimm - und Fahreigenschaften des Schiffes und damit die Kampffähigkeit der Besatzung zu erhalten. man unterscheidet den Schiffssicherungsdienst (SSD) in: Leckabwehrdienst (LAD); Feuerabwehrdienst (FAD); ABC-Abwehrdienst (ABC-AD). Die Abschnittsleiter ist auf größeren Einheiten der Schiffssicherungsoffizier (SSO). Die Befehlsstelle für den SSD ist der Schiffssicherungs-Gefechtsstand.
  77. Schiffstagebuch = Logbuch, Buch, Journal  in das alle wichtigen Vorkommnisse und Beobachtungen während der Fahrt eingetragen werden
  78. Schiffstaufe = feierliche Namensgebung für ein Schiff vor dem Stapellauf.
  79. Schiffstechnik = Teilgebiet der Marinetechnik. Umfaßt die Gesamtheit des Schiffskörpers, der Schiffs- und Besatzungseinrichtungen ( Schiffsbautechnik), die Elektroanlage bis zum Verbraucher (Schiffselektrotechnik), die Antriebsanlage (Schiffsantriebstechnik) einschließlich deren Wartung, Instandhaltung und Instandsetzung, ferner Angelegenheiten der Statik und Dynamik sowie die Schiffssicherung. An Bord Bezeichnung für einen der drei Hauptabschnitte.
  80. Schiffsweg = Weg, den ein Schiff tatsächlich zurücklegt. Er braucht mit der Schiffsroute nicht immer übereinstimmen.
  81. Schiffszertifikat = Dokument, das die erfolgte Registrierung des Schiffs, den Eigentümer, seine Staatszugehörigkeit und damit sein Flaggenrecht belegt.
  82. Schiffszwieback = haltbarer Zwieback als eiserne Ration
  83. schiften = 1. ein Segel vor dem Wind auf die andere Seite bringen; 2. die Ladung verschieben, verändern
  84. Schill = 1. Anhäufungen von Muschelschalen verschiedener Art, die durch Strömung auf dem Meeresboden oder durch Brandung auf dem Strand zusammengetragen wurden (engl. shell = Schale, Muschelschale); 2. Ein Flußfisch, Zander
  85. Schinackel =  ( österr.) kleines Ruderboot
  86. schindschen = feilschen, ändern
  87. Schinkenknochen = Sextant
  88. Schipper = Kapitän, Schiffer
  89. schippern = mit dem Schiff fahren, mit einem Boot segeln
  90. Schirokko, Scirocco = warmer Wind, der im Mittelmeergebiet aus südlichen Richtungen an der Vorderseite eines von West nach Ost ziehendes Tiefdruckgebietes weht und bisweilen warme Luft aus Nordafrika nach Südeuropa bringt
  91. Schlachtschiff = kampfstarkes und gepanzertes mit schweren Geschützen bestücktes Schiff
  92. Schlag = 1: beim Kreuzen die einzelnen Zickzackabschnitte; 2. beim Pullen das Durchziehen der Riemen
  93. Schlagmann = auf der hintersten Ducht des Kutters sitzender Ruderer, der den Takt angibt
  94. Schlagriemen = Riemen der beiden Schagmänner auf der hintersten Ducht eines Kutters bzw. Bootes
  95. Schlagputz = kleinerer Wassereimer mit angespleißtem Haltetau zum Schöpfen von Seewasser bei Reinigungsarbeiten
  96. Schlagseite = Schräglage des Schiffes, Krängen des Schiffes nach einer Seite
  97. Schlauchboot = ovales Boot mit aufblasbaren Wülsten aus gummierten Textilien an den Seiten
  98. Schlaufe = ring-, ovalförmig geschlungenes Seil, Tau, Leine
  99. Schleichfahrt =  geringe Geschwindigkeit; minimale Geräuscherzeugung zur Ortungsvermeidung (von U-Booten)
  100. Schlengels, Schlängel = Schwimmende Sperre aus Holz, Stahlrohr, Gummi oder Kunststoffen zur Absperrung des Hafenbeckens vor Öl, auch zum Schutz gegen andere Verunreinigungen.
  101. Schlepper = kleines Schiff mit Einrichtung zum Bugsieren oder Schleppen größerer Schiffe
  102. Schleppkahn = Kahn ohne eigenen Antrieb, der von einem Schiff geschleppt wird ( zum Befördern von Lasten)
  103. Schleppnetz = großes Fischernetz, das vom Schiff aus durch das Wasser nachgezogen wird
  104. Schlepptau = Tau zum Schleppen
  105. Schleppzug = mehrere von einem Schlepper gezogene Lastkähne (Schleppkähne)
  106. Schleuse = Becken mit wasserdicht schließenden Toren auf beiden Seiten, in dem der Wasserstand verändert werden kann, um Schiffen die Überwindung von Höhenunterschieden zu ermöglichen; z. B. See-Schleuse in Seekanälen und in Einfahrten von Seehäfen.( sichert die Tideunabhänigkeit von Häfen )
  107. schleusen = ein Schiff durch eine Seeschleuse  in einen Hafen, Seehafen schleusen ( passieren lassen), Schiff durch ein Kanal schleusen
  108. Schlick = abgelagertes, feiner Tonschlamm mit organischen Beimengungen (besonders im Wattenmeer)
  109. Schlickfänger = Sammelbezeichnung für Lahnungen, Schlegen und Buhnen, die als Landgewinnungszwecke  den Zweck haben, den Schlickfall zu fördern un so neues Vorland an der Küste zu schaffen.
  110. Schlickhaken = Anker
  111. Schlickrutscher = kleines Schiff mit flachen Boden, eigentlich nur für Wattfahrten geeignet
  112. Schlicktown =  Scherzhafter Name für die Marinestadt Wilhelmshaven.
  113. schlieren = das Gleiten, Schlüpfen, Rutschen einer Leine bzw. Trosse auf einem Spillkopf oder Poller; über den Meeresboden rutschen
  114. Schlingerdämpfungsanlage = (Marine) mechanische, bzw. elektr.-hydraul. Anlage auf einigen Kriegsschiffen zur Herabsetzung der Schlinger- und Stampfbewegung bei starkem Seegang. Mit einigen Anlagen können diese bewegungen bei ruhiger See auch künstlich erzeugt werden.
  115. Schlingerkiel = Seitenkiel am Schiff zum Vermindern des Schlingerns
  116. Schlingerkoje = spezielles Krankenbett in Schiffskrankenräumen, das durch entsprechende Aufhängung den Schiffsbewegungen nicht folgt und dadurch den Kranken oder Verletzten Erleichterung bieten kann.
  117. Schlingerleisten =  sind  um die Back angebracht, die bei Seegang  das Herunterfallen von Gegenstände verhindern sollen
  118. schlingern = infolge des Seegangs, das Schiff schlingert (ständig von einer Seite auf die anderen Seite legen)
  119. Schlingertank = Wassertank auf jeder Seite des Schiffes zum Verhindern des Schlingerns
  120. Schlipp = siehe Slip
  121. schlippen = eine Leinen oder Kettenverbindung durch plötzliches Losmachen von ihrem Haltepunkt lösen, kappen.
  122. Schlot, Schloot, Sloot, Grüppe = kleiner Wassergraben, Wasserlauf
  123. Schlup = auch: Slup, Sloop; 1. kleines kutterartiges Boot; 2. Polizeiboot
  124. schlüsseln = Geheimschutzverfahren im Fernmeldeverkehr, bei dem der Kartext mit Hilfe von Maschinen oder durch ein Handschlüsselverfahren in eine Geheimschrift verwandelt wird.
  125. Schmack, Schmacke, Smack = flaches Küstenfischerboot, kleines Seeschiff ohne Kiel und Segel ( 18. u 19. Jh.)
  126. Schmatting, Schmarting = geteerter oder gefetteter Segeltuch oder Jutestreifen, der um Tauwerk oder Spannschrauben genäht oder unter die Bekleidung von Drahttauwerk gelegt wird, um sie zu konservieren; auch Bootsmann
  127. Schmierer = Motorenhelfer, seine Aufgabe ist die Wartung der Maschinen sowie die Zuverlässigkeit und die Sicherheit der Maschinen überwacht; er ist meist ein gelernter Maschinenbauer
  128. Schmutzwasser = schifftechnische Bezeichnung für verunreinigtes Wasser der Wasch- und Kücheneinrichtungen.
  129. Schnatter = Faßschlinge; Anschlagmittel für Fässer aus Tauwerk, bei dem eine Kausch so eingespleißt ist, daß eine Schlinge gebildet wird
  130. Schnau = zweimastiges Segelschiff des 18. und 19. Jh, das einer Brigg sehr ähnlich war.
  131. Schneidjefiedel  = sind spöttische Bezeichnungen für Hafenbesucher, wenn diese dem Stauer oder seelexn durch Benehmen oder Fragen "auf den Wecker fallen"
  132. Schnellboot = kleines, besonders schnelles und wendiges Kriegsschiff
  133. Schnelldampfer = heißen die großen Fahrgastschiffe im Linienverkehr zwischen den Kontinenten
  134. Schnelles Minensuchboot = (früher Räumboot) Kriegsschiff speziell zum schnellen Räumen von Minensperren eingerichtet. Ausgerüstet für Ujagd, in geringem Umfang zum Minenlegen geeignet.
  135. Schnigge = Kuff  ( Küstenfahrzeug ) vorwiegend für den Fisch- und Austernfang, (18. u. 19. Jh.)
  136. Schnodderbass, Schnösel  = sind spöttische Bezeichnungen für Hafenbesucher, wenn diese dem Stauer oder seelexn durch Benehmen oder Fragen "auf den Wecker fallen"
  137. Schnorchel = 1. Rohr, das zur Luftversorgung über die Wasseroberfläche führt, z. B.  bei U-Booten; 2. kurzes Rohr (zum Atmen) mit Schutzbrille zum Tauchen  in Flachwasser
  138. Schnorcheln = Unterwasserfahrt eines U-Bootes mit Dieselmotoren. Die erforderliche Verbrennungsluft wird durch einen aufklapp- oder ausfahrbaren Hohlmast, den Schnorchel, in das Boot gefördert.
  139. Schnürboden = hallenförmiger Raum auf Werften, auf dessen Fußboden der Linienriß im Maßstab 1:1 aufgetragen wird. Dieser in speziellen Holzbelag eingeritzte Linienriß dient der Kontrolle des Staks, der Ermittlung der wahren Größe von Flächen und Linien, und zur Herstellung der Modelle und Meßlatten für Einzelteilfertigung, Umformung und Montage.
  140. Schocker = altes holländisches Plattbodenyacht, bis 1875 Nutzungsfahrzeug mit Längen bis 16m , später 10-12m
  141. Scholle = 1. (seem.) flächiges, dickes Eisstück, das auf dem Wasser treibt; 2. Plattfisch ( wohlschmeckender Speisefisch)
  142. Schoner, Schooner, Schuner = mehrmastiges Segelschiff  mit nicht vollgetakelten Masten, bei denen der größte Mast hinten steht, ist ein Schoner , wobei wir unterscheiden zwischen Zwei- und Dreimastgaffel- Toppsegel-, Rahschonern  usw. Ein Schoner schlechtweg ist meist ein Zweimastschoner.
  143. Schonerbark = führt am Fockmast Rahsegel, am Großmast und Besanmast Schratsegel., meistens Dreimastschoner genannt
  144. Schonerbrigg = Zweimastsegler, der am vordersten Mast Rahsegel, am hinteren Mast Schratsegel führt
  145. Schornstein = Abgaspfosten  eines Schiffes, früher Dampf, jetzt Abgase aus dem Maschinenraum (Dieselmotoren).
  146. Schornsteinmarken = sind Reedereizeichen; ihre Farben oder Embleme sind häufig eine Nachahmung der Reedereiflaggen
  147. Schorre = die Küstenzone, die sich von der Niedrigwasser bis in Tiefen erstreckt, in denen noch ein merklicher Transport erodierten Materials stattfindet (Brandungsplattform)
  148. Schot = Segelleine, Tau, Drähte oder Ketten, die ein Segel ausspannen und in der richtigen Lage halten
  149. Schot belegen = ein Tau festmachen
  150. Schothorn = die achtere untere Ecke eines Segels, wo sich Unterliek bzw. Baumliek und Achterliek treffen
  151. Schotenwinsch = Winde mit einer Kurbel und dient zum Nachfieren des Segels und des Baumes
  152. Schotstek = Knoten, dient zum Befestigen einer Leine am Schothorn oder einem Auge, zu dem eine andere Leine ähnlichen Durchmessers gelegt ist
  153. Schott = Stahlwand im Schiffsrumpf zur gegenseitigen Abgrenzung von Lade-, Maschinen- und Räumen zur Erhöhung der Sinksicherheit und der Festigkeit des Schiffes; Längs- und Querschotten
  154. Schott dicht = heißt in der seelexnsprache: Tür zu oder auch Mund halten
  155. Schott-Tür = eine wasserdicht schließende Tür, die einen Schottdurchgang sperren kann.
  156. schral = schwach, ungünstiger Wind
  157. schralen = drehen des Windes in die für den Kurs des Schiffes ungünstige Richtung, d.h. der Wind wird vorlicher
  158. Schratsegel = alle Segel, die in der Ruhestellung längsschiffs sitzen (Gaffelsegel, Stag- und Schonersegel)
  159. schricken = eine belegte Leine mit wenigen Törns teilweise von ihrem Beschlag lösen, dann eine Kleinigkeit fieren und wieder belegen
  160. Schubboot = mit starken Motor ausgerüstetes Wasserfahrzeug zum Fortbewegen von motorlosen schwimmfähigen Ladungsbehältern ( Schubprahme, Leichter, Bargen, Lastkähne )
  161. Schütting = Schiffahrtshaus in Bremen
  162. Schulschiff = der seemänn. Ausbildung des Nachwuchses der Handels- oder Bundesmarine dienendes [Segel]schiff. Ein berühmtes Schulschiff der deutschen Handelsmarine war die "Pamir"; die Bundesmarine verfügt über das Segel-Schulschiff. Gorch Fock
  163. Schute = offenes Boot ohne Takelwerk und ohne Eigenantrieb zum Befördern von Lasten; Schleppkahn, Prahm
  164. Schutzhafen, Fluchthafen, Windlieger = Zufluchthafen für Schiffe, die bei schwerem Wetter auf See nicht fahren können
  165. Schwabber = 1. anderer Ausdruck von Dweil, ein Reinigungsgerät aus alten Tauwerk zum Deckwaschen; 2: scherzhaft auch die Epauletten der höheren Seeoffiziere (früher) so genannt
  166. Schwalbennest = kleine, oben offene, rechteckige Fächer aus Holz, die man häufig auf Jollen antrifft. Es werden dort Ersatzwantenbändsel, Segelgarn oder Ersatzschäkel in greifbarer Nähe aufbewahrt. Sie sitzen meist direkt unter dem Ansatz des Bootsdecks.
  167. Schwalk = 1. Bezeichnung für Wolke, auch Rauchwolke; 2. dasselbe wie Bö
  168. schwanken = sich hin und her bewegen durch den Wind; das Boot schwankte, als er einstieg
  169. Schwarze Gang = Slangwort für die Leute vom Zoll, die an Bord kommen und das ganze Schiff durchsuchen.
  170. Schwarzer Frost = schnelle, nicht aufzuhaltende Vereisung eines Schiffes durch überkommende Seen bei großer Kälte.
  171. Schweißwasser = Kondenswasser in den Laderäumen.
  172. Schwell, Swell =  Dünung, Wellen, die auslaufenden Bug- und Heckwellen der Schiffe vor und in Häfen
  173. schwenken = (Marine) Kursänderung aller Schiffe eines Verbandes auf einen gemeinsamen, neuen Kurs. Die Kursänderung wird nacheinander bei Passieren des Punktes durchgeführt, an dem die erste Einheit des Verbandes die Schwenkung begonnen hat.
  174. Schwergutbaum = bordeigenes Ladegeschirr mit einer Tragfähigkeit bis zu 500 Tonnen.
  175. Schwert = in einem Schwertkasten absenkbare Platte zur Verminderung der Abdrift eines Schwertbootes. Man  unterscheidet: Mittelschwerter, Kimmschwerter und Kielschwerter.  Seitenschwerter finden heute nur noch auf einer Tjalk Verwendung.
  176. Schwerwetter = allgemeine Bezeichnung für Wetterbedingungen mit Wind ab Stärke 6 oder darüber.
  177. Schwesterschiff = ein Schiff gleicher Größe, gleicher Bauart, gleichen Typs wie ein anderes.
  178. Schwimmdock = ein hohlwandiger Schwimmkörper; Boden- und Seitentanks werden geflutet, das Schiff schwimmt ein, das Dock. wird leergepumpt und hebt sich unter das Schiff
  179. Schwimmweste = meist aufblasbares, westenartiges Rettungsgerät, das Personen in Seenot über Wasser hält
  180. Schwinge = Nebenfluß der Elbe mit dem Hafen Stade
  181. schwojen, schwoien =  sich durch Wind oder Strömung vor Anker drehen  (eines vor Anker liegenden Schiffes)
  182. SCOR = Scientific Commission on Oceanic Research, eine 1957 gegründete Organisation, welche die gesamte Meereskunde umfassen soll.
  183. Scotsmann ( Skotschmann) = Latte am stehenden Gut, die die Segel gegen Schamfilen schützen soll.
  184. SEA = Schiffseichamt
  185. Sea Hawk = Typenname eines britischen Marine-Jagdflugzeuges der britischen Firmen Armstrong-Whitworth für Flugzeugträger; wurde auch für die deutschen Marineflieger geliefert (1963); Geschwindigkeiten bis etwa 1000 km/h.
  186. See = 1. leicht (oder) mäßig bewegte, vollkommen glatte, ruhige  See; grobe, hohe, schwere, unruhige See, in See stechen; zur See fahren; 2. Binnengewässer
  187. Seeamt, SeeA = Behörde zur Untersuchung von Seeunfällen der Handelsmarine
  188. Seeaufklärer = Speziell ausgerüstetes Flugzeug der Marineflieger, das besonders für die Aufklärung in Seegebieten geeignet ist.
  189. Seebäderschiffe = vermitteln den Verkehr zwischen dem Festland und den Inselbädern; sie sind Fahrgastschiffe ohne Kabinen, aber mit umfangreichen Restaurationsräumen.
  190. Seebär = 1. scherzhaft für einen erfahrenden seelexn; 2. große Robbe mit dichtem, braunen Fell; 3. durch rasche Winddrehung in Verbindung mit starken Böen und schneller Luftdruckänderung verursachter, plötzlich auftretender Wasserschwall, der bis 1 m Höhe erreichen kann. "Bär" ist eine Wortumgestaltung von Bar ( Welle, Wogge)
  191. Seebeben = Erdbeben, dessen Ausgangspunkt unter dem Meeresboden liegt; oft Ursache verheerender Flutwellen, die als Tsunamis bezeichnet werden.
  192. Seebebenstärken = durch 6 Stufen der Sieberg-Skala angegeben : 1. leichtes, kaum spürbares Zittern des Schiffes; 2. leichte Erschütterung des Schiffes; 3. ruckartige Erschütterung des Schiffes; 4. Schiff beginnt zu schwanken; 5. "Ächzen" des Schiffes, größere Gegenstände an Bord fallen um; 6. Schiffskörper erleidet Beschädigungen, die zum Untergang führen können.
  193. Seeberufsgenossenschaft = 1887 gegründet; für die Seeschiffahrt- und Seefischereiunternehmen, a) ihr obliegt die Unfallversicherung (Seekasse) und Invalidenversicherung (Seekrankenkasse) der Seeleute; b) Sie überwacht die Besatzungsräume und erteilt als Schiffssicherheitsbehörde den Fahrterlaubnisschein ( Sicherheitszeugnis) und das Freibordzeugnis ( betrifft die Tiefladelinie)
  194. Seebeuterecht = Recht der Beschlagnahme feindlicher Schiffe und Waren im Seekriegsgebiet durch den Kriegsgegner. Konterbande auf neutalen Schiffen darf nur nach Konterbanderecht behandelt werden. Nicht dem Seebeuterecht unterliegen u. a. Lazarettschiffe, Fischerei- und Küstenfahrzeuge, Postsendungen und feindliche Handelsschiffe, die vom Kriegsausbruch überrascht wurden.
  195. Seebuhne = dammartig in die See vorgebautes, massives Uferschutzwerk.
  196. seedoll = Ausdruck für seekrank
  197. Seedrachen, Seekatzen = ein Fisch von ein bis einundhalb Meter Länge und auffallender Schönheit in goldgelber, brauner oder weißer Farbe. Der Körper ist langgestreckt und endet in einem fadenförmigen Schwanz. Sie leben meist in größerer Meerestiefe
  198. Seefahrer = jemand der zur See fährt;  oder der Entdeckungsreisen übers Meer macht
  199. Seefahrtsbuch = Musterbuch, amtlicher Ausweis für jeden seelexn, ausgestellt vom seelexnsamt. Nach Anmusterung wird das Musterbuch vom Kapitän aufbewahrt, nach Abmusterung vom seelexnsamt Fahrzeit und Dienstgrad bescheinigt
  200. seefest = 1. seefestes Schiff; 2. nicht seekrank werdend, nicht seekrank werden
  201. Seegang = die durch Wind hervorgerufene Wellenbewegung der Meeresoberfläche; seine Stärke wird nach 10-teiliger Skala angegeben; siehe Petersen-Skala; Windsee und Dünung wird als Seegang bezeichnet.
  202. Seehase = ein Barsch aus der Familie der Scheibenbäuche. Länge von ca. 60 cm und 3 - 7 kg Gewicht.
  203. Seehund = Flossenfüßler, der häufigste Bewohner unserer heimatlichen Küsten. Die Länge schwankt zwischen 1,5 bis 2 Meter
  204. Seejungfer = Seetier von drei bis vier Meter Länge. Lebensgebiet ist der Indische Ozean und seine Nebenmeere
  205. Seejungfrau = junger weiblicher Wassergeist (Nixe) mit Fischschwanz
  206. Seekadett =  1. Offiziersanwärter im Range eines Obermaaten (Bundesmarine); 2. Salzhering
  207. Seekarte = katographische Erfassung von Meeren mit Küstenstreifen, in die für die Seeschiffahrt wichtige Gegebenheiten ( Tiefen, Bodenbeschaffenheit, Strömungen, Gezeitenhub, Schiffahrtshindernisse und Seezeichen eingetragen sind
  208. Seekiste = (früher) Koffer des seelexnes für seine Ausrüstung, Kleidung und Papiere
  209. seeklar =  ein Schiff  klar, fertig  zum Auslaufen
  210. Seekrankheit = auf Schiffsreisen bei Seegang auftretende Krankheitserscheinung mit Schwindel, Übelkeit und Erbrechen
  211. Seekuh = Robbenart von acht bis zehn Meter Länge und bis zu 20 Tonnen Gewicht. Die Heimat ist der Norden des Pazifik
  212. Seeland = 1. die größte dänische Insel mit der Hauptstadt Kopenhagen; 2. Provinz und Küstengebiet der Niederlande am Rheindelta
  213. Seelinie = Grenzlinie zwischen dem Vorstrand und dem Seegebiet. Sie wird etwa durch die 7m unter Seekartennull (SKN) liegende Tiefenlinie bestimmt.
  214. Seele = heißt das Innere von Drähten und Stahltrossen, besteht aus gefettetem Fasertauwerk, das den Draht von innen gegen Rost schützt.
  215. Seeleichter = jedes Schiff, das keine eigene Antriebsvorrichtung hat
  216. Seelenverkäufer = 1. (seem.) nicht mehr voll seetüchtiges Schiff, das abwrackreif ist; 2. illegaler Heuerbaas
  217. Seelotse = ein Lotse, der im Seegebiet vor einer Flußmündung, einer Hafeneinfahrt, einer Küste Dienst macht. Gegensatz: Flußlotse, Kanallotse, Hafenlotse.
  218. seelexn = jemand, der berufsmäßig auf einem Schiff  arbeitet, fährt; Fahrensmann
  219. Seemännische Nr.1 =  Schmadding ( Smadding ), Bootsmann. Dienstältester seemänischer Unteroffizier an Bord eines Kriegsschiffes. Verantwortlich für die Durchführung der seelexnschaft und die Sauberkeit an Bord.
  220. Seemännischer Dienst = ( Marine) Fachrichtung im Dienstzweig " Seemännischer und Brückendienst". Umfaßt Decksarbeit, seelexnschaft, Bedienung und Wartung der Beiboote, Hilfsbrückendienst ( Rudergänger, Befehlsübermittler uew.) Waffenhilfsdienst, Wartung und Verwaltung seemänischen Gerätes.
  221. Seemänischer und Brückendienst = Dienstzweig in der Laufbahn Truppendienst bei der Marine. Umfaßt alle Fachricht- ungen, die sich mit Nautik, seelexnschaft und optischem Signaldienst befassen.
  222. seelexnsamt = staatliche Behörde, die für die An- und Abmusterung von Seeleuten zuständig ist
  223. seelexnschaft = Der praktische Teil der Schiffahrtskunde. Sie umfaßt die zwecksmäßige Anwendung der seemännischen Hilfsmittel, die Kenntnis der Fahr- und Manövriereigenschaften der Boote und Schiffe sowie ihre Handhabung unter den wechselnen Bedingungen der Seefahrt und alle an Bord vorkommenden manuellen. vorwiegend nicht technisch gebundenen Tätigkeiten.
  224. seelexnsgarn = abenteuerliche, phantasievolle, von einem seelexn erzählte Geschichte; auch seelexnslatein
  225. seelexnsgesetz, SeemG = regelt die Arbeits- und Rechtsverhältnisse des seelexns
  226. seelexnsordnung, SeemO = Regelung der Rechte und Pflichten der Besatzungsmitglieder eines Schiffes.
  227. seelexnssonntag = Bezeichnung für den Donnerstag, an dem es traditionsgemäß ein besseres, dem Sonntag ähnliches Essen gibt
  228. Seemeile = (internationale Seemeile, engl.: international nautical mile), Einheitenzeichen INM, in der Seefahrt und Luftfahrt international verwendete Längeneinheit: 1 INM = 1,852 km
  229. Seenot = Zustand höchster Gefahr auf dem Meer; in Seenot geraten; Gefahr des Untergangs von Schiffen
  230. Seenotdienste = befinden sich an allen Küsten, um Schiffsbrüchigen zu helfen; in Deutschland geschieht es durch die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
  231. Seenotfunkboje = Beim Untergang eines Schiffes selbstätig aufschwimmende Boje, die automatisch Funksignale aussendet, die der Ortung und Auffindung der Unfallposition dienen, auch EPIRB genannt.
  232. Seenotrettungskreuzer = spezielles Schiff für die Rettung von Schiffsbrüchiger (Menschen, die in Seenot geraten sind). In Deutschland ist die Seenotrettung  der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) übertragen worden mit ihren Seenotrettungskreuzern und Strandrettungsbooten
  233. Seeoffizier = die Offiziere der Bundesmarine, im engeren Sinne jedoch nur die Offiziere des seemännischen und nautischen Dienstes.
  234. Seepoken = zu den Rankenfüßlern gehörende Meereskrebse, die sich als Bewuchs am Bootsrümpfe  festsetzen, wenn das Unterwasserschiff nicht durch Antifouling geschützt ist.
  235. Seerauch = ein meistens schwadenförmig auftretender, nicht sehr hoch reichender Nebel
  236. Seeräuber = jemand der der fremde Schiffe kapert oder ausraubt; Pirat
  237. Seerecht = Gesamtheit aller Vorschriften , die die Seefahrt betreffen
  238. Seesack =   ein verschließbarer Segeltuchsack, mit dem der seelexns seine Kleidung und Ausrüstung transportiert
  239. Seeschiffahrtsstraßen-Ordnung = (SeeSchStrO; früher: SSchSO) Der Sicherheit des Verkehrs auf den mit der See verbundenen und von Seeschiffen befahrenen Wasserstraßen dienende VO, die am 3.5.1971 neu herausgegeben worden ist. Sie enthält u.a. Schiffahrtszeichen, Sichtzeichen und Schallsignale der Fahrzeuge, Fahrregeln und ergänzende Vorschriften für den Nord-Ostsee-Kanal. Außerdem sind hier weitere schiffahrtspolizeiliche Anordnungen angeschlossen.
  240. Seeschiffsregister = (SSR) ein Schiffsregister für Seeschiffe, das die amtliche Eintragung von Schiffen (auch von Yachten) nach der Schiffsregisterordnung bei Vorlage eines Schiffsmeßbriefes vornimmt. Als Nachweis der Eintragung in das S. erhält der Eigner das Schiffszertifikat.
  241. Seeschlag = durch Seegang, insbesondere durch an Deck stürzende Brecher hervorgerufene Kräfte, die Zerstörungen am Schiff und an der Decksladung hervorrufen können
  242. Seeschlagblende = ist eine Eisenklappe, mit der bei schlechtem Wetter das Bullauge von innen verschlossen wird
  243. Seespiegelkanal = ein künstlicher, zwei Meeresteile verbindender Schiffahrtskanal, der keine Schleusen benötigt, weil der Wasserspiegel auf beiden Mündungsseiten gleich ist. ( z.B. der Suezkanal, aber nicht der Nord-Ostsee-Kanal)
  244. Seestern = Stachelhäuter der Küstengewässer. Das Tier hat 5 Arme. Es ist ein Feind der Muscheln und richtet auf den Muschelbanken  (Austernbanken) großen Schaden an. Getrocknet wird der Seestern von Besuchern der Küste gern als Erinnerungsstück migenommen.
  245. Seestiefel = Lederstiefel mit Schaft und Ledersohle für die Soldaten der Marine für den Dienst an Bord.
  246. Seestreitkräfte = Gesamtheit der zur Marine gehörige Streitkräfte (Schiffe, Flugzeuge)
  247. Seetörn = der auf offener See verbrachte Teil der Reise
  248. seetüchtig = ein Schiff ist seetüchtig ( für die Fahrt auf dem Meer geeignet), Verantwortlich für die Seetüchtigkeit eines Schiffes ist der Kapitän
  249. Seeventil = ein an der Außenhaut, dem Boden oder dem Seekasten sitzendes dicht schraubbares Ventil, das den Rohrabschluß von außenbords nach binnenbords (oder umgekehrt) absperren kann. Beispiel: Kühlwasserleitung..
  250. seewärts = zur See hin
  251. Seeweg = Weg übers Meer, ein Land auf dem Seeweg erreichen
  252. Seewind = vom Meer her wehender Wind
  253. Seewolf = Stachelflosser der Familie der Schleimfische. Der Seewolf erreicht eine Länge von zwei Metern. Bemerkenswert ist das furchtbare Gebiß aus mehreren Reihen Zähne und das tückische wölfische Aussehen. Lebensgebiete sind die nördlichen Gewässer
  254. Seezeichen = im Wasser oder an Land befindliche, feste (Leuchtfeuer, Richtfeuer, Baken, Stangen und Pricken) oder schwimmende (Feuerschiffe sowie Spitz-, Stumpf-, Baken-, Leucht-, Spiren-, Faß- oder Kugeltonnen) Hilfsmittel zur Navigation, deren Form, Farbe, eventuell Toppzeichen und Kennung genau festgelegt sind. Laterale  (seitenbezogene)  Seezeichen bezeichnen das Fahrwasser, kardinale (ortsbezogene) Seezeichen die Untiefen, Schiffahrtshindernisse und Sperrgebiete
  255. Seezeremoniell = Gesamtheit der allgemein anerkannten Normen und internationalen Gewohnheiten, die die Verhaltensweisen zwischen Schiffen verschiedener Länder, das Erweisen von Saluten, die Ehrenbezeigungen ( u.a. Flaggendippen), die Organisation von Visiten und Empfängen sowie andere Maßnahmen bei Begegnungen von Schiffen auf See und beim Besuch ausländicher Häfen regeln.
  256. Seezunge = (Weichflosser, Anacanthini) schmackhafter , höchstens 60 cm langer Flachfisch. Lebensgebiet ist der Atlantik vom Mittelmeer bis zum Eismeer
  257. Segel = (bei Segelschiffen) drei oder viereckiges Tuch, das am Mast aufgespannt wird, so daß sich der Wind darin fängt und das Schiff vorwärts treibt; die Segel hissen, reffen, streichen
  258. Segelboote =  durch Windkraft fortbewegte Boote, aus Holz, Leichtmetall, Stahl oder Glasfaserkunststoff (GFK) gebaut. Nach ihrer Takelage unterscheidet man einmastige Catboote, Slups oder Kutter, anderthalbmastige Ketschs und Yawls sowie zwei- und mehrmastige Schoner;  Sport-Segelboote  werden nach nat., internat. und olymp. Klassen in Bauart, Takelung und Größe unterschieden. Zur Erreichung von Höchstgeschwindigkeiten benutzt man heute Zweirumpf-S. (Katamaran) und Dreirumpf-S. (Trimaran)
  259. Segelhaken = Haken zum Festhalten des Segeltuchs beim Segelnähen.
  260. Segelkoje = ein abgeteilter Raum im Schiff (meist Vorschiff ), der zur Aufbewahrung der Segel / Reservesegel dient
  261. Segellatten = zur Aussteifung von Segeln in die insbesondere an der Achterkante des Segels vorhandenen Taschen eingesteckte Latten, die das vorzeitige Flattern des Segels vermeiden soll
  262. segeln = mit dem Segelboot  fahren; ein Boot segeln, steuern, lenken
  263. Segelriß = zeichnerische Darstellung aller Segel eines Segelschiffs oder -boots mit ihren Segelschwerpunkten und dem dazugehörigen stehenden Gut und laufenden Gut.
  264. Segelschiff = (Segler), großes, durch Windkraft getriebenes Wasserfahrzeug; nach den Vorschriften des Germanischen Lloyd jedes Schiff, dessen Segelfläche größer als das 1,5fache von Länge mal Breite ist. Man unterscheidet reine Segelschiffe ohne Hilfsantrieb und Motor- oder Auxiliarsegler. Weitere Unterscheidungsmerkmale sind die Zahl der Masten (Ein- bis Siebenmaster) und die Art der Segel (Rah- oder Gaffelsegel). Vollschiffe sind immer dreimastige Segelschiffe, bei mehr Masten muß die Anzahl der Masten mitgenannt werden, die "voll getakelt", d.h. rahgetakelt sind; Barken sind Dreimaster, deren hinterster Mast Gaffeltakelung hat. Schoner sind schrat- bzw. gaffelgetakelt
  265. Segelschulschiff = (Marine) Großes Segelschiff mit Hilfsmotor. Keine Bewaffnung. Dient ausschließlich zur seemännischen Ausbildung des Bordpersonals der Marine.
  266. Segelschiften = Segel wechseln, z.B. Passat-Segel gegen Sturmsegel austauschen
  267. Segeltörn = darunter wird eine Tourenfahrt von mehreren Tagen oder Wochen verstanden, bei der die Mannschaft ein Schiff von Hafen zu Hafen tagsüber segelt, aber auch Nächte hindurch das Schiff unter Segel steuert. In jeden Fall lebt die Mannschaft an Bord und übernachtet auf dem Schiff
  268. Segeltuch = kräftiges, leinwandbindiges Gewebe ( aus Baumwolle, Flachs oder Hanf)
  269. Segelzeichen = Kennzeichen, die gemäß Wettsegelbestimmungen der IYRU im Großsegel geführt werden müssen. Sie besteht aus: Nationalitätenkennzeichen, Klassenzeichen und Segelnummer.
  270. Segler = 1. yachtsman, jemand der den Segelsport betreibt. 2. Segelboot, Segelschiff
  271. Sehrohr = ausfahrbare Optik für Tauch- bzw. Uboote zur Beobachtung des See- und Luftraumes bei Unterwasserfahrt.
  272. seicht = Flach, auf ein Gewässer mit geringer Wassertiefe bezogen
  273. Seiner = Fischereifahrzeug, das besonders für den Fang von Schwarmfischen verwendet wird
  274. Seil = dickerer Strick aus Fasern oder Draht
  275. Seising, Zeising =  Segeltuchstreifen, Tauende, kurzes Tau mit denen die geborgenen Segel zusammengebunden werden
  276. Seite pfeifen = eine früher übliche Ehrenbezeichnung in der Marine, das Pfeifen geschieht mit der Bootsmanns- maatenpfeife, wenn Offiziere an oder von Bord gehen. Alle Soldaten in der Nähe des Fallreeps erweisen einen Gruß. Die Seite besteht aus einem langen Triller mit der Bootsmannmaatenpfeife, der in einem klaren hohen Ton endet.
  277. Seitenfänger = Fischereifahrzeug, das das Netz mit dem Fang seitlich an Bord hievt. z.B. Kutter und Logger
  278. Seitenhöhe = eines Schiffes, ein lineares Größenmaß besonders bei Handelsschiffen, da bei diesen der Tiefgang ( und damit der Freibord) verschieden ist und der Höchsttiefgang erst bei Fertigstellung des Schiffes von der Klassifikations- gesellschaft festgelegt wird. Die Seitenhöhe ist die Summe von Tiefgang im Hauptspant plus Freibord im Hauptspant. Genauer: wird gemessen auf halber Schiffslänge von der Waagerechten durch Unterkante Spantwinkel ( bei Stahlschiffen) bzw. durch Außenkante Kielsponung (bei Holzschiffen) bis Oberkante Decksbalken des obersten durchlaufenden Decks an der Bordwand.
  279. Seitenschwert = anstelle eines Mittelschwertes an der Leeseite des Schiffes angebrachtes Schwert, wie bei traditionellen holländischen Segelschiffen.
  280. Seitentank = Ballast- oder Brennstofftank in den Seiten des Schiffes
  281. Seitenwind = Wind aus seitlicher Richtung
  282. Selbstlenzer = Vorrichtung im Rumpfboden zum Abpumpen des Wassers in der Bilge. Sie arbeitet nur, wenn das Boot schneller ist und nicht nur minimale Fahrt macht.
  283. Selbststeuer = er führt selbstständig den eingestellten Kurs aus. Bei Kursabweichungen  schaltet das Kontrollgerät automatisch die Rudermaschine ein
  284. Selbstwendefock = eine Fock, die bei einer Änderung der Fahrtrichtung nicht jedesmal herumgeholt werden muß.
  285. Seligmachersmaat = Bordgeistlicher
  286. Semaphor = soviel wie Zeichenträger, ein optischer Küstentelegraph, der mit Armen an einem Signalmast arbeitet. Benutzt vielfach als Windsemaphor ( Cuxhaven, Pillau), der die augenblickliche Windrichtung und Stärke an zwei  anderen, rechts und links benachbarten Küstenplätzen so anzeigt, daß das Zeichen von See aus gut zu erkennen ist ( Cuxhaven zeigt Borkum z.B. NW 8 und Helgoland z.B. SW 6 an.
  287. Senkblei, Lot = ( seem.) Gerät zum Messen der Wassertiefe vom Schiff aus; Sonde
  288. Setzbord = erhöhtes Bord auf Booten
  289. Setzschiffer = 1. Vertreter eines Kapitäns; 2. Ein Kapitän der legentlich Angestellter einer Reederei oder des Schiffseigners ist und keinen Anteil am Schiff hat.
  290. Sextant =  astronomisches und nautisches Winkelmeßinstrument zum Freihandmessen von Winkeln (Gestirnshöhen) für die Bestimmung von Ort und Zeit (besonders auf See)
  291. SFO = Seefrachtordnung
  292. Shanty = Arbeitslied der Matrosen; seelexnslied
  293. Sharpie = leichtes Segelboot; siehe Scharpie
  294. S.H.P. = Shaft Horse Power, die Wellen-Pferdestärke der Schiffsmaschine
  295. sichten = (seem.) ein Schiff am Horizont sichten, Land sichten
  296. Sicherheitsrolle = in dieser Rolle, die es für jedes Schiff gibt, sind die erforderlichen Übungen, die regelmäßig für Seenot- und Havariefälle erfolgen müssen, festgelegt; auch Rollenplan
  297. Sicherheitsspleiß = Augenspleiß, der sich auch bei hoher Belastung nicht aufdrehen kann.
  298. Sieben Meere, die = die sieben Ozeane: Nord- und Südatlantik, Nord- und Süd-Pazifik, Indischer, Arktischer und Antarktischer Ozean
  299. Siel (seem.) kleine Deichschleuse;  ein Entwässerungsgraben im Tidengebiet mit einer selbsttätig arbeiten Schleuse, Deichtor, das sich bei steigenden Außenwasser schließt und bei Niedrigwasser öffnet.
  300. Sielacht = Sielverband "Acht" bedeutet Gericht, Gerichtsversammlung; der Vorsteher einer Sielacht führt den Titel Sielrichter
  301. Sielhafen = Küstenhafen, Tidehafen, Fluthafen, kleines offenes Hafenbecken im verbreiterten Außentief unmittelbar vor dem Siel. Ein solches Hafenbecken ist der Tiedeeinwirkung voll ausgesetzt.
  302. Sieltief = der das Binnenwasser (Oberflächenwasser) durch ein Deichsiel in das Meer oder einen Tidefluß leitet.
  303. Sielverband, Sielacht = Selbstverwaltungsköprerschaft mit der Aufgabe, die Entwässerung ihres Verbandsgebietes durch Ausbau der Vorflut und durch Bau und Instandhaltung der Entwässerungseinrichtungen ( Siel, Schöpfewerke, Verlate u.a.) zu regeln und zu verbessern. =
  304. Signalball = zeigt an, daß ein Schiff vor Anker liegt; auch als schwarzer Ball bekannt
  305. Signaldienst =  (Marine) Fachrichtung im Dienstzweig "Seemännischer und Brückendienst". Umfaßt Morsen, Winkern, Flaggensignalisieren, Funksprechverkehr, Verwaltung, Bedienung und Wartung der Signalausstattung einschließlich Signalmunition.
  306. Signalflagge = Flagge zum Zeichengeben nach einem im Signalbuch festgelegten Kode; auch Signalwimpel
  307. Signallampe = mit der Signallampe werden Nachrichten durch optische Lichtzeichen (Lichtblitze in kurzer oder langer Form) von einem Schiff zu einem anderen Schiff oder Land zu Schiff und umgekehrt von einem Signäler übermittelt. Die Kode ist das Morsealphabet und wird bei Bundesmarine noch genutzt; Morsesignallampe
  308. Signalgast, Signäler = Matrose, der die Signalflaggen und Signallampe bedient
  309. Signalstag = Stag, an dem Blöcke mit Flaggenleinen zum Setzen von Signalflaggen und Signalkörpern befestigt sind.
  310. sinken = in die Tiefe sinken, untergehen, in den Wellen / Fluten versinken, absaufen, kentern, durch Havarie sinken
  311. Sintflut = Flutkatastrophe, die alles Leben vernichtet, große Überschwemmung  ganzer Erdteile
  312. Skagerrak = Verbindung zwischen Nordsee und Kattegat, Seegebiet zwischen Südnorwegen, Westschweden und der Cimbrischen Halbinsel
  313. Skapho = einmastiger griechischer Küstensegler mit Sprietsegel
  314. SKF = Seekriegsflotte (Deutsches Reich)
  315. Skiff = kleines Boot, im Rudersport für Renn-Einer, ein schmales langes Ruderboot
  316. Skipper = Schiffskapitän, Führer einer Segeljacht, Schiffer
  317. SKL = Seekriegsleitung (Deutsches Reich)
  318. Skullboot = Sportruderboot mit zwei Rudern für ein Ruderer
  319. skullen = im Skullboot rudern
  320. Skuller = Ruderer im Skullboot
  321. Skysegel = leichtes Rah-Segel, das über dem Royal gesetzt wird
  322. Skylight = (seem.) Oberlicht, Luke (auf Schiffen)
  323. Slamming = Aufschlagen des Schiffsboden auf die Wasseroberfläche bei Seegang
  324. Slip = schiefe Ebene ( auf Schiffswerften), um Boote an Land zu ziehen oder zu Wasser lassen
  325. slippen, schlippen  = 1. ein Schiff auf einem Slip ins Wasser lassen oder an Land ziehen; 2. ein Tau, eine Ankerkette slippen, lösen
  326. Slipstek = ein Knoten, der durch Aufziehen einer schleifenartigen Verbindung schnell gelöst werden kann.
  327. Slup, Slups =  Küstenschiff, ein einmastiges Segelboot mit einer Fock, entweder mit einem Gaffel- oder Bermuda-Rigg.
  328. Sluptakelung = Takelung eines einmastigen Segelboots mit einem Großsegel, Hochsegel oder Gaffelsegel und nur 1 Vorsegel ( Fock)
  329. sm, Seemeile = Einheit für die nautische Länge ( entspricht der Länge einer Bogenminute auf der Erde, 1 sm = 1852 m)
  330. S.M.S. = Abk. für Seine Majestät Schiff; wurde in der Kaiserlichen Marine vor dem Eigennamen von Kriegsschiffen geführt,  z.B. S.M.S. "Nassau" oder aber S.M. Linienschiff "Nassau"
  331. Smadding = seemännische Bezeichnung für den Bootsmann ( auf Grund seiner langen Fahrtzeit); auch Schmadding
  332. Smietlien = Wurfleine, werfen
  333. Smöker, Smökewer, Smöksack = Spottname der Segelschiffsleute für einen Dampfer
  334. Smutje = Schiffskoch; auch Smutt
  335. Snack = Gespräch unter Seeleuten
  336. Snipe = internationale Einheitsklasse, 10m² Segelfläche, Jolle in Scharie-Bauweise, Länge über alles 4,63m, Breite 1,53m , ohne Spinnaker, Besatzung 2 Mann, Kennzeichen im Segel: eine stilisierte Schnepfe
  337. Sog = saugende Luft oder Wasserströmung
  338. SOLAS = Safety of Life at Sea; das Internationale Übereinkommen zum Schutz des menschlichen Lebens auf See; Schiffssicherheitsvertrag
  339. Soling =  modernes, einmastiges Rennsegelboot aus Kunststoff, Kieljacht für 3 Mann Besatzung, seit 1972 Olympiaklasse, Länge über alles 8,15m, Breite 1,9m, Segelfläche 21,7 m², Kennzeichen im Segel: Buchstabe Omega
  340. Sommerdeich =  ein niedriger Deich  auf dem gegrünten Vorland vor dem Hauptdeich. Er dient in erster Linie dem Schutz landwirtschaftlich genutzter Flächen gegen die leichten Sturmtiden in den Sommermonaten oder gegen  Sommerhoch- wasser der Flüsse.
  341. Sonar = Abk. für engl. sound navigation and ranging, in der Schiffahrt ein mit Schall oder Ultraschall arbeitendes Navigations- und Entfernungsmeßgerät; a) dient zum Orten z.B. von U-Booten, Untiefen, Eisbergen; b) und zur Bestimmung der Geschwindigkeit über Grund
  342. Sonde = siehe Senkblei
  343. Sonnendeck = oberstes Deck auf  Passagierschiffen
  344. Sonnensegel = ein über Deck ausgespanntes geliektes Segeltuch zum Schutze von Personen
  345. Sorgleine = Sicherungsleine; beim Ankern das Haltetau der Ankerboje, beim Ruder kleiner Fahrzeuge eine Kette zum Ruderblatt, die das Querschlagen des Ruders verhindern soll
  346. SOS = internationales Seenotzeichen; die nach dem Morsecode gesendete oder in Form von Lichtblitzen übermittelte Buchstabenfolge SOS ( ... --- ... ) Abk.: save our souls = rettet unsere Seelen oder save our ship = rettet unser Schiff;  1. Hilferuf von Schiffen in Seenot; 2, Kennzeichnung von Notrufeinrichtungen
  347. Sott = Bezeichnung für den Schornsteinruß
  348. Sprechfunk = Die Funktelefonie zwischen den Booten und Schiffen untereinander bzw. von Seefahrzeugen mit Landstellen. Der Sprechfunk ist ein Teil des Seefunkdienstes und darf nur mit einem allgemeinen Sprechfunkzeugnis betrieben werden
  349. Spake = Ein Stab aus Holz oder Eisen, der als Hebebaum oder auch in kleiner Form als Hebelarm verwendet wird, z.B. für ein Spill
  350. Spant(en)  = Außenhautversteifung  (von Schiffen) aus Stahl oder Holz; meist querschiffs angeordnet (Quer-Spant)
  351. Speckschneider = auf Segelschiffen einer der Steuerleute, der den Proviant verwaltet
  352. Speed = Geschwindigkeit. " Vull speed" sagt der seelexn, wenn er das landläufige "Volldampf" meint.
  353. Speedometer = Geschwindigkeitsmesser für Yachten
  354. Speigatt = Öffnung in der Schiffswand, als Wasserablauf
  355. Speronara = maltesisches einmastiges Segelschiff
  356. Sperrgut = sperriges (zu beförderndes) Gut, Ladung, Fracht
  357. Spieker = (seem.) großer Schiffsnagel
  358. spiekern = mit Schiffsnägel befestigen
  359. Spiere = Rundholz zur oberen Verlängerung der Masten
  360. Spiegelheck = eine glatte Abschlußplatte von der Wasserlinie bis zum Deck
  361. Spill = Winde mit senkrechter Achse; Ankerspill, z.B.: einhieven der Ankerkette, Trosse oder eine Winde zum Verholen
  362. Spinnaker, Spi = großes dreieckiges ballonähnliches Beisegel, das bei leichter achterlicher Brise eingesetzt wird
  363. Spinnakerbaum = Spiere zum Ausbaumen des Spinnakers.
  364. Spleiß, Spliß = durch Spleißen hergestellte Verbindung, Verbindung von zwei Seil- oder Tauenden
  365. spleißen = Tauenden miteinander verflechten
  366. Sprachrohr = einfache Flüstertüte oder mit Batterie und durch Transistoren verstärktes Megaphon für die Verständigung auf See
  367. Spriet = Rundholz zum Spannen des Segels
  368. Sprietsegel = durch ein Rundholz gespreiztes Schratsegel, heute nur noch bei kleinen Jollen (Optimist, Dinghies) üblich
  369. Spring = 1. zum ausgeworfenen Anker führende Trosse; 2. eine von achtern nach vorn bzw. von vorn nach achtern verlaufende Festmacherleine, damit das Boot oder Schiff auch ohne Einflüsse von Wind bewegungslos parallel zur Pier liegen bleibt
  370. Springbaum = waagerecht ausschwingbarer, bis zu 10m langer Baum ( Spiere) zum Anlandsetzen eines Besatzungsmitglieds, das die Leine festmacht.
  371. Springflut =  Hochwasser  mit großem Hub: Springflut, Springtide, Sturmflut; hohe Flut zur Zeit des Voll- und Neumondes
  372. Sprinkleranlage = Brauseartige Feuerlöscheinrichtung, die in Decken installiert wird und bei Überschreitung einer bestimmten Raumtemperatur automatisch eine Berieselung mit Wasser auslöst.
  373. SS = Steamship, Dampfer, als Typenbezeichnung vor dem Schiffsnamen
  374. SSD = Schiffssicherungsdienst (Marine)
  375. SSO = Schiffssicherungsoffizier (Marine)
  376. STA = Sail Training Association, siehe STAG
  377. Stabilität = die Gewichtsverteilung im Schiff durch Konstruktion und Beladungszustand, die ihm auch bei schwerem Seegang und Sturm eine wiederaufrichtende Kraft verleiht.
  378. Staffel = bestimmte Fahrordnung beim Geschwaderfahren der Schiffe oder Boote. Die einzelnen Schiffe laufen dabei in schräger Linie hintereinander, d. h. gestaffelt.
  379. Stag = Seil, starker Draht zum Sichern und Stützen von Masten in der Längsrichtung des Schiffes
  380. STAG = Sail Training Association Germany = Gemeinnützige Vereinigung zur Förderung der Begeisterung der Jugend für die Seefahrt, der Teilname an Fahrten mit Seglern und der Förderung dieser Schiffe
  381. Stagsegel = an einem Stag gesetztes, dreieckiges Segel
  382. Staken = lange Stange;  Stange zum Schieben von Flößen, Kähnen, Boote
  383. staken =  sich durch Staken im Boot fortbewegen
  384. stampfen = (seem,) das Schiff stampft, sich um die Querachse auf und nieder bewegen
  385. Standarte = Flagge eines Staatsoberhauptes oder eines anderen Würdenträgers, die bei deren Anwesenheit an Bord eines Schiffes im Großtopp gesetzt wird. In Booten an einem im Bug aufgestellten Flaggenstock.
  386. Stand-by ( engl.) = Bereitschaftsschaltung; Betriebsbereitschaft eines Gerätes oder eine Anlage zum jederzeitigen sofortigen Einschalten.
  387. Standlinie = (Navigation) jede der zwei Linien, deren Kreuzungspunkt den Standort, Position ergibt
  388. Standort = Position eines Schiffes
  389. Starboot = Zweimann-Rennkielboot mit Gaffeltakelung; Segelzeichen: Roter Stern
  390. stauen = Ladung raumsparend und vor allem seefest lagern
  391. Stauer = Schauerleute, die das sachgemäße Stauen der Ladung nach einem Stauplan vornehmen
  392. Stauerviz = weist alle für den Schiff abgestellten Schauerleute (Stauer) zur Arbeit ein, zusammen mit dem Ladungsoffizier macht er den Stauplan.
  393. Stauwasser = fast stehendes Wasser bei Umkehr des Gezeitenstromes
  394. Stechkahn = Kahn , der mit einer Stange durch Abstoßen vom Boden fortbewegt wird
  395. Stechpaddel = Paddel mit nur einem Blatt
  396. Steeg = seemännischer Knoten; auch Stek
  397. Steert = 1. kurzes Tauende, das auch Stropp genannt wird; 2. Entnahmeteil für den Fang bei verschiedenen Fischfanggeräten besonders bei Schleppnetzen, dort der hinterste Teil.
  398. Steg = schmale, dünne Brücke; Anlegebrücke, Anlegestelle, Landungssteg, Landesteg, Bootssteg
  399. Stehendes Gut = Drahttaue und Drähte, die nicht unmittelbar zur Bedienung der Segel benutzt werden, sondern hauptsächlich zur Stabilisierung des Mastes dienen. z.B. Wanten und Stage.
  400. steif = (seem.) stark und heftig wehend, steife Brise (starker Wind)
  401. Stek = seemännische Bezeichnung für leicht lösbare Knoten
  402. Stell = Satz aller vorhandenen Flaggen an Bord, z.B. der Signalflaggen oder der Nationalflaggen
  403. Stelling = an Seilen hängendes Brettgerüst zum Arbeiten an der Bordwand eines Schiffes
  404. Stenge = eine Verlängerung des Mastes
  405. Steuerrad = Handrad im Steuerstand oder an einer Steuersäule mit dem das Ruder bedient wird
  406. steuerbord = ( seem.) rechts ( in Fahrtrichtung)
  407. Steuerbord = rechte Schiffsseite (vom Heck aus gesehen) (grünes Seitenlicht)
  408. Steuermann = Navigator, Nautiker, Schiffer, Rudergänger der für die Navigation verantwortlich ist; jemand der ein Boot steuert, Vertreter des Kapitäns, der Erste Offizier
  409. steuern = einen Kurs verfolgen, einhalten; das Schiff steuert in den Hafen
  410. Steven = Bauteil, das den Schiffskörper vorn (Vorder-Steven) und hinten (Achter-Steven) abschließt
  411. Steward = Betreuer, Kellner, Bedienungspersonal der Passagiere an Bord von Schiffen; (weibl.: Stewardeß)
  412. Stintjäger = scherzhaft für Seefischer
  413. Stockanker = Anker mit senkrecht zu den Flunken ( Plugen) durch den oberen Teil des Ankerschafts gehendem Stock. Bei Zug an der Ankerkette bewirkt der Stock ein Kippen der Flunken, so daß sie in den Ankergrund eindringen können.
  414. Stopper = kann als Bremswirkung auf einer Trosse oder Kette aufgesetzt werden
  415. Stopperstek = Knoten, dient zum rutschfesten Befestigen, z.B. Vorleine an einer Schlepptrosse
  416. Store = An Bord ein Raum, in dem bestimmte Vorräte, Werkzeuge usw. aufbewahrt werden.
  417. Storekeeper = Lagerhalter; auf Handelsschiffen früher der dem Bootsmann des Deckdienstes entsprechende Unteroffizier im Maschinendienst
  418. Strand =  Flachküste, Ufer;  flacher Rand, Saum eines Meeres, ein Boot auf den Strand ziehen
  419. Strandamt = Behörde, die an der Küste für Rettung und Bergung bei einer Strandung und für die Sicherstellung von Strandgut zuständig ist.
  420. stranden = auf Grund geraten, an einer Insel stranden, das Schiff ist gestrandet
  421. Strandgut = an den Strand geschwemmte Gegenstände. Die Verwaltung des Strandgutes obliegt den Strandbehörden (Strandamt)
  422. Strandhauptmann = der Leiter eines Strandamtes
  423. Strandrecht = Gesamtheit aller Vorschriften über Strandgut und gestrandete Schiffe
  424. Strandsee = Lagune; durch einen Landstreifen vom offenen Meer getrennter flacher Meeresteil
  425. Strandung = das Auflaufen auf Grund
  426. Strecktaue = auf  Deck gespannte Taue bei schwerem Wetter, um die Besatzung Halt gegen überkommende See zu geben
  427. streichen = 1. Ruderart, mit der man dem Boot Fahrt nach achteraus verleihen bzw. die Fahrt aus dem Boot herausnehmen kann; 2. Mit dem Pinsel Farbe auftragen; 3. Segel, Rahen oder Stengen wegnehmen ( niederholen); 4. Flagge streichen, sich ergeben
  428. Strich = ein Winkel des Horizonts von 11,25 Grad. Der ganze Horizont ist in 32 Striche eingeteilt
  429. Stritschen = auf Kraft stehende Leine oder Talje ( nochmals ) steifholen.
  430. Strom = 1. großes Tidegewässer, das unmittelbar in die Nordsee mündet, (z.B.  Ems, Weser, Elbe, Eider); 2. Bezeichnung des strömenden Wassers (Tideströmungen)
  431. Strömung = Bewegung von Wasser in einer Richtung; gegen die Strömung rudern, schwimmen
  432. Stropp = kurzes Tau mit Ring oder Schlinge oder Stahltrosse zum Hieven von Lasten; auch Steert
  433. Stückgut = Frachtgut, Ladung; als Einzelstück abgefertigte Sendung z.B. Kisten, Ballen, Tonnen
  434. Sturm = heftiger Wind; der Sturm bläst, heult. Bezieht sich auf die Windgeschwindigkeit der Beaufortskala. 30 Knoten ist steifer Wind, 37 Knoten stürmischer Wind, anschließend folgt Sturm.
  435. Sturmflut = ungewöhnliches,  hohes Ansteigen des Wassers an Meeresküsten und Tidenflüssen, bedingt durch Zusammenwirken von Flut und landwärts gerichtetem (auflandigem) Sturm, zuweilen durch eine Springtide verstärkt
  436. Sturmsegel = kleines, bei Sturm als einziges gesetztes Segel ( meist Untermarssegel)
  437. Stützsegel = kleine Stagsegel, deren eigentliche Funktion darin besteht, die starken Bewegungen kleiner Schiffe bei Seegang mit Hilfe des Winddrucks zu dämpfen. Stützsegel sind insbesonders auf Fischereifahrzeugen vorhanden.
  438. Sturzsee = Brecher
  439. Suezkanal = Seekanal zwischen dem Roten Meer und dem Mittelmeer. Gesamtlänge von Port Said bis nach Port Tefic am Roten Meer 100 sm. Der erlaubte Tiefgang beträgt 11,30 m. Der Kanal hat keine Schleusen
  440. Süden = zum Südpol weisende Himmelsrichtung
  441. Südlicht = in südlichen Zonen auftretendes Polarlicht
  442. Südwester = 1. wasserdichter seelexnshut mit breiter, hinten bis in den Nacken verlängerter Krempe; 2. ein starker  oder stürmischer und meist mit Regen verbundener Wind aus Südwest
  443. Süll = Einfassung der Luken, hohe Schwellen bei den Schotten ; hohe Türschwellen, Schwelle an den Niedergängen
  444. Superkargo = der Mann an Bord, der als Vertrauensperson des Verfrachters mitreist und die Ladung behüten soll
  445. Surf = die Brandung vor der Küste, das Brechen der Wellen auf der freien See oder durch plötzlichen Tiefenänderung (bzw. einer Sandbank) gestört wird.
  446. Szepter, Zepter = gabelförmig gearbeites Rundeisen, das zur Aufnahme der Riemen beim Rudern dient.

 

 

 

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