Van-Carrier = Portalhubwagen,
Hubfahrzeug für Container in Container-Terminals, er versetzt oder
verholt die Container auf bestimmte Abstellflächen; auch Giraffe genannt;
wegen seiner Hochbeinigkeit
verankern = ein Schiff vor Anker legen, den
Anker eines Schiffes auswerfen und es damit am Untergrund befestigen
verchartern = ein Boot vermieten
Verdeck = bei Schiffen das obere Deck
Verdrängung = ( Wasserverdrängung, Deplacement)
von einem Schiff verdrängte Wassermenge. Das Gewicht dieser Wassermenge ist
gleich dem Schiffsgewicht ( Archimedisches Prinzip). Die Verdrängung wird
angegeben in cbm, das Gewicht der verdrängten Wassermenge in Tonnen; für
Kriegsschiffe z.B. wird als Größenmaß die Verdrängung in metrischen Tonnen
angegeben, z. B. eine Verdrängung von 10 Tonnen.
verdunkeln = (Marine) jede Lichtquelle
eines Schiffes nach außenhin unsichtbar machen, mit Ausnahme der für die
Seefahrt gesetzlich vorgeschriebenen Lichter.
verfangen = 1. ablösen der Wache bzw. des
Rudergängers; 2. Unklarwerden einer Leine bzw. eines Ankers
vergattern = die Wache vergattern; beim Ablösen
die Wache versammeln und zur Einhaltung der Vorschriften verpflichten
(Bundesmarine)
Vergatterung = in der Bundesmarine das
Aufziehen der Wache und Bekanntgabe, daß die Wache unter besonderen Befehl des
Wachführers steht.
verholen = ein Schiff, Boot an eine andere
Stelle bringen; mit einem Tau das Boot an eine andere Stelle ziehen oder
mittels Verholspills.
verkatten = ankern mit mehreren Ankern, die
hintereinander an einer Ankerkette befestigt sind
Verkehrsboot = (Marine) Beiboot zum
Transport von Mannschaften. Fassungsvermögen 30-50 Menschen. Kann auch zum
Transport leichter Lasten eingesetzt werden.
Verkehrsleitzentrale = Nautische Einrichtung
zur Erhöhung der Sicherheit des Schiffsverkehrs durch Überwachung und Beratung
von Land. Meist gleichzeitig Radarleitzentrale. Gebräuchliche Kurzbezeichnung:
VTS ( Vessel Traffic Service)
Verklicker = kleine Windfahne, Stander,
Rennflagge auf dem Masttopp; Windrichtungsanzeiger auf dem Masttopp
Verlat = Absperrbauwerk mit Verschlußtoren im
Vorfluter einer tief liegenden Niederung. Es soll verhindern, daß Wasser aus
dem höheren Nachbargebiet in die Niederung eindringt.
Vermessung = 1. Von
Schiffen mit dem Zweck, eine Grundlage über die von Schiffen für die Benutzung
von Häfen, Kanälen usw. zu zahlenden Gebühren zu bekommen. Es wird der
Rauminhalt des ganzen Schiffskörpers vermessen. Siehe Netto- und
Bruttoraumgehalt. 2. Bei Yachten zu den
Zweck, für Regatten möglichst gleichwertige Fahrzeuge zu erhalten. Die
Vermessung erstreckt sich hier auf die vermessenen Größen der betreffenden
Klasse, meist auf schnelligkeitsfördernde Werte, wie Länge, Tiefgang,
Segelfläche, die besteuert, oder langsamkeitsfördernde Werte, wie Gewicht,
Freibord, die vergütet werden. 3. Für die
Bestimmung der Bauteile eines Schiffes nach den Tabellen der
Klassifikations-Gesellschaften wird ebenfalls der Schiffsrumpf vermessen -
nach anderen Modus. 4. Küstenvermessung erstreckt
sich auf die Punkte, die für die Schiffahrt wichtig sind, wie Feststellung der
Wassertiefen, Strömungen, Landmarken usw.
vermuren, vermooren = ein Boot vor zwei Anker
(Buganker) legen, damit beim Schwojen die beanspruchte Fläche des Ankerplatzes
kleiner ist, als wenn man nur vor einem Anker liegt
verpichen = kalfatern
versegeln = Von einem Hafen zum anderen fahren.
Versetzen = 1. Ein Schiff durch den Meeresstrom
vom Kurs abbringen; 2. Durch Wind vertreiben; 3. Einen Beschlag an einer
anderen Stelle anbringen; in diesem Sinne auch einen Lotsen von der
Lotsenstation zum Schiff versetzen.
versinken = unter der Wasseroberfläche sinken,
untergehen; das Schiff ist versunken
Versorger = Mutter- und
Versorgungsschiff, Tender, Begleitschiff in der Marine
verspleißen = verbinden, zwei Tauenden
miteinander verspleißen
vertäuen = mit einem Tau befestigen, ein Boot
am Ufer vertäuen; verankern des Schiffs mit Bug- und Heckanker; festmachen des
Schiffs mit Vorleinen, Achterleinen und Springs
Vertörnen = Verdrehen einer Leine, so daß sich
Törns bilden, die eine Unfallgefahr darstellen. Diese sind durch Austörnen
sorgfältig zu beseitigen. Werden Törns belastet, so bilden sich im Draht
"Kinken", die die Festigkeit erheblich herabsetzen.
Vertreiben = unbeabsichtigte Ortsveränderung
eines ankernden Gegenstands, zum Beispiel eines schwimmenden Seezeichen oder
eines Schiffes, verursacht durch Wind, Strom oder Eis.
verwarpen = verholen mit Hilfe eines Ankers, den man Ausfahren oder
Austragen möglichst weitab vom Schiff fallen läßt, um dann das Schiff an der
Ankerkette heranzuziehen.
Verzurrmittel = Befestigungsmaterial wie Seile,
Gurte, Ketten, Draht usw.
Vierflaggensignale = sind
Unterscheidungssignale, die den Namen verschlüsselt anzeigen, den ein Schiff
bei seiner Indienststellung erhält. Bei allen deutschen Schiffen beginnt das
Unterscheidungssignal mit der Flagge " D "
vierkant brassen = die Rahen so stellen, daß
sie genau quer zum Schiff stehen
Viermastbark = ein Schiff mit drei
vollgetakelten Masten und einem Besanmast ( der nur Schratsegel) führt. Die
Masten heißen von vorn nach achtern: Fockmast, Großmast, Kreuzmast und
Besanmast
Viermastschiff, Viermastvollschiff = ein Schiff
mit vier vollgetakelten Masten. Die Masten heißen: Fock-, Groß-, Mittel- und
Kreuzmast
Viermastschoner = ein Schoner mit vier Masten.
Wir unterscheiden dabei den Viermastgaffelschoner, der lediglich Schratsegel
fährt, und den Viermastschoner, der dem Schoner entsprechend getakelt ist.
Vinco = kleineres mittelmeerisches Segelschiff,
drei Masten, davon der vordere mit Rahsegeln, die übrigen mit Lateinsegeln
Vitalienbrüder = Ursprünglich
Viktualien-Lieferanten für Magareta von Schweden, wurden später Freibeuter
(Gleichteiler, Seeräuber auch Likedeeler genannt, 14. Jahrhundert,
Störtebeker)
Vizeadmiral = Offiziersdienstgrad bei der
Marine, im Rang eines Generals
VLCC = Very Large Crude-Oil Carrier, ganz
großer Öltanker ( trägt mindestens 100 000 Tonnen Öl; Bezeichnung für sehr
große Tanker bis etwa 300 000 tdw)
VO = Versorgungsoffizier bei der Marine
Volksmarine = Bezeichnung der ehem.
Seestreitkräfte der NVA der ehem. DDR
voll befahren = ist ein Mann, wenn er als
ausgebildeter seelexn, d. h. als Vollmatrose, angesprochen werden kann, seine
Lehrzeit als Junge und als Leichtmatrose mit entsprechender Fahrzeit hinter
sich hat.
voll brassen = die Rahen derart brassen, daß
die Segel gut voll stehen.
voll getakelt = ist ein Mast, wenn er mit dem
vollständigen Satz Rahsegeln ausgerüstet ist. Er besteht aus dem Untermast,
der Mast- und der Bramstenge.
voll halten = das Schiff so steuern, daß die
Segel gut voll stehen
Volldampf = mit voller Maschinenkraft voraus,
mit Volldampf voraus
vollgetakelt = alle Masten sind mit Rahsegeln
ausgerüstet (Vollschiffe), im Gegensatz zur Bark, bei der der hintere Mast
keine Rahen, sondern nur ein Gaffelsegel trägt
vollmast = bis zur vollen Höhe des Mastes
flaggen, vollmast flaggen
voller Schlag = voller Teller beim Essen fassen
Vollschiff = ein Schiff mit mindestens drei nur
vollgetakelten Masten. ( das Zweimastvollschiff wäre eine Brigg) Das
Vollschiff schlechtweg ist das Schiff mit drei Masten, die Masten heißen:
Fock-, Groß-, Kreuzmast. Es gibt bzw. gab ferner Viermastvollschiffe und auch
ein Fünfmastvollschiff ( Preußen).
Vollzeugbrise = eine Brise, bei der das
Boot oder Schiff gerade " volles Zeug" tragen kann.
Vordeck = vorderer Teil des Decks
Vordeich = seewärts des Hauptdeiches liegender
Sommer- oder Polderdeich.
vor dem Wind = mit dem Wind von achtern laufen
vorderlastig = bei Schiffen vorn mehr belastet
als hinten
Vorfluter = Gewässer, das dem ihm zufließenden
Wasser einen Abfluß mit natürlichem Gefälle oder mit Einschaltung eines
Schöpfwerkes ermöglicht.
Vorhafen = Viele Häfen haben vor ihrer Einfahrt
einen Vorhafen, der weniger zum Festmachen der Schiffe dient, als vielmehr die
See vom Eindringen in den Haupthafen abhalten soll.
Vorhandsmann = an Bord soviel wie Vormann oder
Vorarbeiter
Vorholer = ( bei den Segeln) eine Leine, die
zum Holen nach vorn benutzt wird. Beispiel: Spinnaker-Vorholer
Vorläufer = aus Fasertauwerk bestehender Teil
der Festmacherleine, der durch seine größere Dehnung gegenüber Draht ein
Brechen des Festmachers bei stoßartiger Belastung durch das sich bewegende
Schiff verhindert.
Vorleine = die Festmacherleine, die vom
Vorschiff aus schräg nach vorne zeigt.
Vorliek = vordere Kante eines Segels, die beim
Vorsegel frei oder mit Stagreitern beim Großsegel mit einem Liektau oder mit
Rutschern versehen ist.
Vormann = Bezeichnung für den Schiffsführer
eines Seenotkreuzers oder Seenotrettungsbootes
Vormast = Bezeichnung für den Fockmast
Vorpiek = wasserdichte Abteilung vor dem
vorderen Kollisionsschott, zum Lagern von Gerät oder zum Trimmen benutzt,
vorderster Raum im Schiff
Vorposten = vorgeschobene Überwachung des
eigenen See- und Küstengebietes (Marine)
Vorreiber = drehbarer Verschlußbolzen an einer
Tür oder Klappe
Vorschiff = vorderer Teil des Schiffes
Vorschotmann, Vorschoter = Besatzungsmitglied
auf Segeljachten, dessen Hauptaufgabe in der Bedienung der Vorsegel
besteht
Vorsegel = Die Stagsegel, die vor dem Mast bzw.
vor dem Fockmast gefahren werden. Beim Kutter heißen sie: Stagfock,
Klüver ( Binnenklüver, Außenklüver) , Flieger
Vorspring = die Leine, die beim Festmachen
eines Schiffes oder Bootes vom Bug nach achtern an Land führt.
Vorstag = Fockstag, unterer Haltedraht von vorn
am Fockmast (Vortopp)
vor Topp und Takel = ohne Segel vor dem Wind
laufen
Vortopp = der Topp des Fockmastes
Vorwindkurs = Kurs eines Segelboots zum Wind,
wobei das Boot nahezu in die gleiche Richtung läuft, in die der Wind weht.
Votivschiffe = Schiffsmodelle in Kirchen von
Küstenorten; als Weihgabe aber auch als Geschenk in den Besitz der Kirche
gelangt.
VTS = Abk. für Vessel Traffic Service; siehe
unter Verkehrsleitzentrale