Zurück an die Wurzeln der schönsten LebenserinnerungenNorbert StackliesEmail : Norbert Stacklies. tätig in Oesterreich |
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Im September 1966 trat ich dann meine Lehre im Fischkombinat
Rostock an. Als man uns das erste Mal den Hafen zeigte und ich im alten Hafenbecken einige Logger liegen
sah,dachte ich mir: Was, mit diesen
kleinen Booten sollst du auf das große Meer hinaus fahren? Als ich
dann auch noch ein paar
"wilde Gestalten" an Deck rumlungern sah - lange Haare, riesigen Vollbart
- da dachte ich: Wo bist du hier nur hingeraten? Später sah ich nicht
viel besser aus. Meine
erste Reise machte ich auf ROS 507 "Svinoey",
einem Frosttrawler. Im Skagerrak erlebte ich meine
Sturmtaufe. Einen Tag lang war es mir wie sterben, dann hatte ich
es aber überstanden. Da ging
es anderen viel schlechter. Und dann war es soweit, ich war zum ersten
Mal im "westlichen" Ausland - Norwegen. Für
meine erste Fahrt als Matrose landete ich auf ROS 215 "Eisleben".
Hier lernte ich, was Seefahrt bedeutet.
Danach ging es auf einen Logger (ROS 110 "Geschwister Scholl"). Auf
der Brücke gab es noch ein richtiges Steuerrad! Eine Reise führte
uns nach Spitzbergen. Wir sollten den Fang unserer Ringwadenflotte
verarbeiten. Aber irgendwie ging das in die Hose. Nur unsere ausländischen Kollegen dampften einer nach dem anderen
mit vollem Laderaum gen Heimathafen. Dafür konnten wir die
Sonne genießen und uns bräunen, fast 24-Stunden lang! War das ein
Erlebnis. Danach durfte ich mit der "Robert Koch" meinen Logger
nach Delfzijl in den Niederlanden
zur Verschrottung schleppen. Im
Januar 1969 legte ich meine Taucherprüfung ab und fuhr dann auf der
"Nexö" als Matrose und Taucher. Es folgten weitere Schiffe,
und 1972 landete ich dann als Netzmacher auf ROS 310 "Peter Kast" unter Kapitän Parchmann.
Wir waren an der Entwicklung des Jagernetzes
beteiligt und die zweite
Besatzung, welche ausgetauscht wurde. 1974 wollte ich dann Nautik
studieren, leider machte mir da die NVA einen Strich durch die Rechnung
- ich "durfte" im November antanzen.
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