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Wie
bereits gewohnt, begann diese Reise mit dem Ausrüsten und
dem anschließenden Ausklarieren durch die Zoll- und Grenzorgane.
Zum
ersten Mal nahm ich das Auslaufen mit der Fahrt aus dem Fischereihafen,
die Warnow hinunter, und der Fahrt durch den Seekanal richtig
wahr. Nun lag Warnemünde mit seinem Leuchtturm achteraus
und die Reise zur Nordsee hatte richtig begonnen.
Ein
Erlebnis war für mich die Fahrt durch den Öresund,
vorbei an den beidseitig liegenden dänischen und schwedischen
Städten Kopenhagen und Göteborg.
Während
der Anreise war ich wieder als Tagelöhner eingesetzt und
wurde sporadisch zum Lernen als Rudergänger auf die Brücke
beordert. Kurs halten war auf dem größeren Trawler
mit der Knopfsteuerung einfacher als auf dem Logger. Ich habe
mich schnell in das Steuern hineingefunden und hatte keinerlei
Schwierigkeiten. Durch die Arbeit als Tagelöhner an Deck
sah ich zum ersten Mal ein Grundschleppnetz mit allem Fischereizubehör.
Nach
Erreichen des Fangplatzes begann die Fischerei und ich machte
die Erfahrung, dass die Fischerei mit dem Grundschleppnetz auf
Rundfisch sich grundsätzlich von der pelagischen Heringsfischerei
unterscheidet. Wenn ich an Deck auch nur Lose von der Winde
abholte, den Bobby austurnte und den geschlachteten Fisch mit
den Beinen spülte wurde die Arbeit immer in Hast und Eile
verrichtet. Nur der schnell gefangene Fisch bringt den Verdienst.
Zwischendurch wurde mir das Schlachten der gefangenen Fische
gezeigt. Es kostete Überwindung den Fisch vom After bis
zu den Kiemen aufzuschneiden und die Innereien zu entnehmen.
Es war erstaunlich wie schnell ich mich daran gewöhnt habe.
Zu
Beginn der Reise wurden wir als Zubringertrawler für das
Fabrikschiff M.A.NEXÖ eingesetzt und mußten unseren
gefangenen Fisch nach einigen Hols per Übergabesteert übergeben.
Nach einigen Tagen wurden wir als Zubringer von der NEXÖ
entlassen und konnten auf Eigenfang gehen. Es wurde Tag und
Nacht gefischt, an Schlaf war nur zu denken, wenn der Steuermann
mich für 1-2 Stunden in die Koje schickte. So war das auf
allen Trawlern während der Fangzeit. Es war sehr anstrengend.
Irgendwann
wurde an unserer Hauptmaschine ein Schaden festgestellt, und
wir liefen zur Reparatur den Hafen Harstadt an.
Das
war für alle eine angenehme Unterbrechung, denn der Aufenthalt
in fremden Häfen ist bei Fischereifahrzeugen nicht vorgesehen.
Bei dieser Gelegenheit lernten wir beim Landgang einen westdeutschen
Fischer aus Lübeck kennen, der uns auf sein in der Werft
liegendes Schiff einlud. Dieses Schiff war ein richtiger Dampfer
des Baujahres 1949 und mächtig heruntergekommen. Es war
ein Schock, das Innere dieses Schiffes zu sehen, wir waren uns
einig in der Ansicht auf einem schönen und gepflegten Schiff
zu fahren. Nach der Reparatur setzten wir die Fischerei fort.
Ein
über den Fangplätzen heraufziehender Orkan
zwang
uns, Schutz in einem norwegischen Fjord zu suchen. Schutz fanden
wir im Gryllefjord mit
der gleichnamigen kleinen Fischersiedlung. Es war ein atemberaubender
Anblick.
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