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Meine
Sicht zur Bertolt Brecht
und
ihren 12 Geschwistern
Am
31. März 1960 wurde die BERTOLT BRECHT als Prototyp einer
geplanten Serie von Fang- und Verarbeitungsschiffen
in Dienst gestellt. Sie hatte äußerlich sehr grosse
Ähnlichkeit mit den in Kiel für die UdSSR gebauten
FuV-Schiffen der Puschkin Klasse.
Bereits
beim Bau des zweiten Schiffes dieser Serie, der J.R.BECHER,
wurde bereits während des Baus die Technologie
der sogenannten Adler-Brettslip überarbeitet. Die Brettslip
war weiterhin vorhanden. Sie wurde jedoch nicht
mehr als Balkonüberbau ausgeführt, sondern in das
Achterschiff integriert. Im jahrelangen Fischereibetrieb erwies
sich diese Technologie jedoch zunehmend als unvorteilhaft. Bei
gröberer See pendelten die Bretter recht stark
und konnten nur mit Mühe in die Slipbahnen gehievt werden.
Zum Auspicken des G-Hakens an den Scheerbrettbügeln
mußten zwei Matrosen die Scherbretter betreten, und das
war nicht ungefährlich.
Heckkonstruktion
mit Slipbahnen, Hangerwagen und niedriger Slipbrücke auf
der B.BRECHT.
ROS
304 ERICH WEINERT war glaube ich der letzte Neubau mit Adler-Slip.
Ab welcher Schiffsnummer die Slipbrücke
erhöht wurde ist mir nicht mehr bekannt. Durch eine Festinstallation
der Hangerrollen konnten die Bretter
jetzt flach am Heck abgefangen werden. Dies entsprach dem westeuropäischen
Standard.
Weitere
Veränderungen wurden erst bei den Fahrzeugen dieses Typs
ab ROS 307 vorgenommen. Das betraf den
Einsatz von zwei Vorhieverwinden und einer Gienwinde auf dem
Bootsdeck. Dafür wurden die Ladewinden lediglich
vom Arbeitsdeck auf das Bootsdeck umgesetzt und durch die Gienwinde
ergänzt. Eine neue kompakte Heckbrückenkonstruktion
und vor allem das Aufstellen eines A-Mastes und eines Gienmastes
gaben den Fahrzeugen
endlich die Modernität, die des längeren bereits von
der Flotte gefordert wurde. Leider blieb die Netzwinde
in der Konstruktion einer Trawlerwinde, es fehlte nur die zweite
Spillkopfwelle.
ROS
309 war das erste FVS bei dem eine Verstellpropelleranlage installiert
wurde. Diese Anlage wurde ebenfalls bei
ROS 310 und ROS ROS 311 eingebaut. Diese zwei letzten vom Typ
II erhielten eine modifizierte Netzwinde mit
Einzeltrommelantrieb sowie einen geschlossenen Windenfahrstand.
Es
wurden noch zwei weitere FVS des neuen Typs III in Dienst gestellt.
Sie hatten ein stark verändertes
Erscheinungsbild
und vereinten alle bisherigen Neuerungen in sich. An ihre 11
Geschwister erinnerte nur der ebenfalls
modifizierte Eininsel- Schiffskörper. Damit war das Programm
der FVS-Schiffe dieser Schiffsgeneration abgeschlossen.
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