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Dieter Bückmann, westdeutscher Hochseefischer berichtet über Hochseefischerei-Geflogenheiten der BRD |
"Eisfahrt mit Hindernissen"
Klärt
die Frage des Webmasters: „ Warum fingen die westdeutschen Hochseefischer
mehr Fisch, als ihre ostdeutschen Kollegen?“
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z.B.
mitten in einem Treibeisfeld ( Labrador) war ein riesiges Loch von ca.
10 x 10 Meilen. Wat macht unser Alter? Mitten rein. Nach 6 Tagen ( je
15 Min.schleppen 400-450 Korb!) Ich werde nie den Moment vergessen als wir
mit ca. 24 Mann in der Messe saßen und uns eine Mugg Kaffee aufgebrüht
hatten und plötzlich das Schiff mit einem lauten Knall nach Steuerbord verrissen wurde,
sich dabei aufbäumte und schwer nach Backbord krängte. Jetzt wollte jeder sofort aus der Messe,
aber keiner kam raus, weil die Tür nur nach innen aufgemacht werden
konnte und die von hinten Nachdrängenden, den Vorderen, einfach den
Raum zum Tür aufmachen genommen haben. Da war für einen Moment Panik zu spüren,
nur ich saß allein noch an der Back, weil ich überhaupt nicht begriffen
habe was passiert war. Ich hatte auch genug damit zu tun mich fest zu
halten. Als dann die Situation geklärt war und die Ersten in die Messe
zurückkamen, sahen sie mich in der Ecke immer noch festgeklammert und
wohl mit einem saublöden Gesichtsausdruck. Ich soll dort gesessen haben mit einem Gesichtsausdruck,
als wenn mich das alles überhaupt nichts angehe. „Die“ warfen sich hin
und konnten sich vor Lachen nicht mehr halten. Ich war stinksauer, weil
ich glaubte, die lachen mich aus - heute ist mir klar, dass mit diesem Gelächter die Spannung
und die Situation verarbeitet wurde. Vorne an Backbordseite hatten wir einige
deftige Beulen und wie der Chief sagte wären einige Spanten gebrochen. Ende der Geschichte: Der Chief hat gekündigt,
das Schiff kam in die Werft und der Alte hat neuen Seitenfänger gekriegt.
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