Erinnerungen an meine Fahrenszeit

Erlebt und erzählt von Jörg Sauer

 

 

 

Erinnerungen an meine Armeezeit

Teil1

Hay an alle Hochseefischer u. Gäste,


die Lehre begann für mich am 01.09.1974 in Rostock das erste es ging für eine Woche ins GST-Lager kennt bestimmt jeder von uns ausser die Brüder von der anderen Seite. Und da man ja Seemann werden wollte, wurde in diesem GST-Lager schon mal darauf gesetzt mit 99% Längerdienenden das Lager zu beenden.

So was tun, unsere Truppe entschied sich erst einmal alle für 4 Jahre zu plädieren, denn Volksmarine gab es ja nur 4 Jahre oder länger und man wollte ja Seemann sein und kein Sandlatscher oder Mucker oder so etwas.

Jetzt hatten wir auch erst einmal unsere Ruhe und die Chefs waren zu frieden. Aber das dicke Ende kommt ja erst noch,nämlich am Musterungstag in Rostock, mitlerweilen waren wir alle schon zur See gefahrenen im Kopf etwas Reifer geworden u.s.w. Jetzt wollte keiner mehr 4 Jahre machen - nur für Hungerlohn,denn Geld waren wir auch schon gewöhnt, da gab es ein riesen Trara in Wehrkreiskommando, man könne doch nicht alle auf See schicken ,also machen wir auch keine 4 Jahre.

Nun ich selbst war schon verheiratet, da kam der Hammer mit 24 Jahren ab an den Kanten, aber zuerst nach Glöwen, 6 Monate Grundausbildung.

Ich glaube, da haben sie einem die E... r viereckig geschliffen.Jeder von den Offizieren und Uffzen hatte schon am Morgen beim Wecken eine feuchte Hose, wenn sie uns mit (Moprala) zum Frühsport jagen konnten.

Ein fieses Volk war das,aber was wollte man machen, man wollte ja zurück auf See und diese A-Maden hatten es in der Hand ob oder ob nicht.
Eines schönen Tages hatte ich doch einmal die Gelegenheit mich zu rächen, ohne das mir etwas passieren konnte. Das war so, wir waren im Gelände und man schliff mal wieder an unseren E... rum und die Zeit rückte auf Mittag zu. Nun ging es natürlich mit Hecktik und Laufschritt zurück, angekommen, dann ab aufs Zimmer umziehen, Raustreten alles auf einmal.

Ich hatte großen Hunger, im Schrank stand noch ein Glas Leberwurst, aber schon eine zeitlang offen, ich den Löffel genommen, 2mal rein und runter geschluckt.

Rausgetreten nach unten Angetreten, erst einmal wieder zusammen geschissen, auf einmal wurde mir schlecht, ich hörte meinen Zugführer zwar noch brüllen, aber bei mir kam es hoch.

Da kam ich auf einen Gedanken, na warte dachte ich, er brüllte munter weiter und kam auf mich zu, meine Gedanken kreisten nur noch um eine Sache, dass ich durchhalte, bis er vor mir steht. Dann war es soweit, der Lolli stand vor mir und ich machte den Mund auf, da hatte ich mal ne feuchte Hose.

Danach wurde ich in die Sanistation gebracht und hatte 2 Tage frei.Ich glaube, das hat auch noch nicht jeder geschafft. Nun war ich glücklich und froh auch mal was gesagt zu haben. Gruß jokkel


Zum Teil 2 Glöwen 2010, der es kannte wird es nicht vermissen. Richardt/ Bestmann 321 melde dich mal !