Wahre Erlebnisse an Bord der Fischereischiffe der DDR

"Der Holzbock"

 

 

Hallo Allerseits !

Ich möchte gar keine lange Weile aufkommen lassen und erzähle etwas vom gefangenem Fisch vor Afrika. Heute : der "Holzbock" !
Stöcker / horse mackerel. Erkannt ?
Zu den Stachelmakrelen gehörender, artenreicher Fisch, der im Pelagial, seltener als Grundfisch lebt und Schwärme bildet.

Er besitzt charakteristische vorstehende Schuppenschilder entlang der Seitenlinien ( Handelsname SCHILDMAKRELE ). Seine mittlere Länge beträgt 30 bis 40 cm Länge ( max 50 cm ). Er ist weltweit verbreitet in den subtrobischen und trobischen und gemäßigten Breiten. Sie wird als Frischfisch verwendet, oder zu Konseven - Räucherfischwaren und zum Fischmehl verarbeitet.

Die Fischverarbeitung wird durch eine seitliche, in die Haut eingelagerte Panzerplattenlinie erschwert. Sein Fang erfolt in Schleppnetzen und Ringwaden. Hauptsächlich jagten wir die Schildmakrele vor Mauretanien, oder Namibia. Die Verarbeitung in der Schiffsproduktion erfolgte vorwiegend als Vmk -( verarbeitet mit Kopf ) , oder AoK ( ausgenommen mit Kopf ).

Schmerzhaft waren ihre Afterstacheln und Rückenstacheln. Gerade an der Baader 33, wo der Fisch in Sekundenschnelle in die routierenden Schalen eingelegt wurde, verletzte man sich öfters.

Man schrie laut AAAUUU und schon gings weiter. Wenn der "Holzbock" frisch aus dem Räucherofen kam, schön gewürzt, konnte ich persönlich nicht genug davon bekommen. Lecker, lecker... Gerade unsere Matrosen konnten erstklassig räuchern. An Land in Rostock, ging der Räucherfisch "Holzbock" überhaupt nicht. Mehrmals sah ich ihn in der Fischauslage stehen.

Obwohl Fisch knapp war in den DDR Binnen - Geschäften, Lust auf " Holzbock " an Land hatte ich nie. Aber die afrikanischen Staaten rissen sich nach unserer Schildmakrele. Ach ja, waren das Zeiten........Lothar