Lothar Kutsche's Erinnerungen an die HochseefischereiNeben harter Arbeit gab es auch unvergessliche Erlebnisse in der Freizeit! |
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Der Internethochseefischer führt eigentlich die Tradition fort, die im "Haus der Hochseefischer ", kurz Höhle, gepflegt wurde. Wenn Besatzungen nach Hause kamen, wurden hier in der "Höhle" die Erlebnisse bei einem "Hafenbräu" verarbeitet. 1986 auf der "Kurt Barthel". Meine letzte Reise auf der "KuBa" und meine letzte Reise nach Afrika. Wir lagen im Hafenbecken von Luanda/Angola. Grund war eine Maschinenreparatur, die nicht bei Seegang durchgeführt werden konnte. Wir machten neben dem sowjet. Trawler "SATURN" fest. Bei ihnen an Bord entspanntes Leben. Sie spielten an Deck Volleyball, oder sie spielten Schach. Im Hafenbecken eine riesige Fregatte aus der SU. Kaum waren die Leinen fest, forderten sie uns schon zum sportlichen Kräftemessen heraus. Ein Sportplatz in Luanda war schnell gefunden. Schon am Abend gab es den ersten Vergleich im Volleyball. Nun ja, nach 5 Sätzen gingen wir abgewatscht mit 0 : 5 zurück an Bord. Gelächter ! Jetzt sollte ein Fußballspiel folgen. Es fand sich auch hier schnell ein Team. Aber viele hatten davon abgeraten. Macht das nicht, wir gehen gegen die Profi`s mindestens zweistellig unter." Die Nacht brach herein. Der südliche Sternenhimmel war atemberaubend schön. Fast im Zenit das "Kreuz des Südens", daneben der Halleysche Komet, der nur auf der südlichen Halbkugel beobachtet werden konnte, und am Horizont lag mein "Skorpion".- Am folgenden Tag sollte die Stunde der Wahrheit kommen. Am Morgen hatte es etwas geregnet. Vor dem Spiel wurde ich im Tor von meinen Jungs eingeschossen." Oh weh " stöhnte Schlossermeister Ehrenfried Ludwig, als er sah, dass alle Schüsse im Tor landeten." Das werden mindestens 10 Stück heute." Unser Schiedsrichter war ein Angolaner. Das Spiel begann. Die Stars aus der SU in Einheitskleidung, rot-weiß und alle hatten Sportschuhe an. Wir wild durcheinander und z.T. barfuß !.Das Spiel begann so, wie erwartet. Sie beschossen mein Tor aus allen Lagen. Unsere Spieler wurden förmlich überrannt. Pfosten, Latte, auf der Linie, aber ihr Tor sollte nicht fallen. Halbzeit 0 : 0 !!! Wir waren happy ! Hinter meinem Tor eine große "Fangemeinde" von angolanischen Kindern. Ich brauchte meinen Ball nicht aus den Matsch holen. Mein Gegenüber im Tor stand allein, ohne "Fans". Die angolanischen Zuschauer standen voll hinter uns. In der 2.Halbzeit wurden wir frech. Jetzt kämpften wir wie die Löwen. Die Saturnspieler schrien sich untereinander an. Es lief nicht mehr so wie sie es gern hätten . Jetzt, jetzt, jetzt !!! Wieder vergaben wir Riesenchancen. Die Zuschauer tobten. Die Sensation ist so nah ! 89.Minute, Konter der Sowjets. Zwei Spieler tauchen vor mir auf. Doppelpass---Tor--- aus !!! Mann, hab ich mich geärgert ! Die ROS 332 hat Charakter gezeigt. Alle waren wir platt und hatten überall offene Wunden. Ich schwöre Euch, das 2.Spiel hätten wir mit Sportschuhe gewonnen ! Am nächsten Morgen waren wir wieder auf den Fangplatz Namibia. Diese Erinnerung kann mir keiner mehr nehmen. Gruß Lothar |