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Wahre Erlebnisse an Bord der Fischereischiffe der
DDR
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"Anschlag auf die MS Arendsee am 30. Juli 1984 in Luanda.
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Hallo User, eigentlich bin ich in meinem Gedächtnis auf der Suche nach den Reisedaten der Bruno Apitz oder ROS 338, die ich miterlebt habe. Irgendwo gab es eine Seite, die solche Eintragungen enthielt. Leider war ich in dieser Zeit nicht sehr konsequent mit solchem Material, so dass ich heute nicht mehr weiß, wo dieses Papier geblieben ist. (Dies waren tatsächlich handschriftliche Notizen) In meinem nun nicht mehr jugendlichem Leichtsinn habe ich geglaubt, man könnte über Internet alles abrufen. Pustekuchen- nix da. Bei meiner Suche ist mir ein Ereignis wieder eingefallen, was zumindest ein ungefähres Datum eines Besatzungsaustausches zulässt. Es ist der Anschlag auf die MS Arendsee
am 30. Juli 1984 in Luanda. Unser Besatzungsaustausch sollte regulär ein oder zwei Wochen später erfolgen. Logischerweise gab es aus Sicherheitsgründen verschiedene Szenarien, um den Austausch durchzuführen, vom Verschieben bis zum anderen Hafen. Letztlich sind wir in Luanda eingelaufen und haben die Arendsee, die in seichtes Wasser geschoben wurde, liegen sehen. Ich glaube alle hatten ein ungutes Gefühl, als wir längsseits an einem „sowjetischem Schiff“ festmachten. Dieses Schiff hatte wohl eine besondere Ladung, denn in unregelmäßigen Abständen wurden Handgranaten ins Wasser geworfen. (vermutlich um Kampftaucher abzuschrecken) Ein Nebeneffekt dieser Art des Schutzes war wohl die Fangquote der Einheimischen, die anstatt mühselig zu angeln nur rausfahren und die toten Fische einsammeln brauchten. Ich weiß auch nicht mehr, ob wir in dieser Situation unseren traditionellen Badeausflug im Atlantik gemacht haben. Jedenfalls war es anstrengend den Detonationen zuzuhören. Nach der so verbrachten Nacht, waren wir froh, das Schiff zu verlassen und zum Flughafen zu kommen. Am 5. September 1984 wurde die MS Arendsee aufs Meer geschleppt und versenkt. Ich habe damals einen entsprechenden Bericht in der „Jungen Welt“ gelesen. Ich glaube mich zu erinnern, dass im Bericht von einer Ladung Fahrzeuge vom Typ W60 und Ersatzteilen zu lesen war. Die
rot markierten Daten sind folgendem Artikel aus dem Internet entnommen
und decken sich eigentlich nicht mit
den Daten meiner Reisen. Weitere Recherchen werden folgen müssen. Ein Mehrzweckfrachter vom Typ Poseidon ging durch einen feigen Anschlagunter. MS
"ARENDSEE" lag am 30. Juli 1984 mit einer Ladung von 2.782
Tonnen Stückgütern
auf der Innenreede von Luanda (Angola) vor Anker, als an der Steuerbordseite
in Höhe des Maschinenraumes eine schwere Detonation erfolgte,
die das Schiff erschütterte und die Feueralarmautomatik auslöste. Die gesamte
Energieversorgung brach zusammen, und der Maschinenraum lief voll Wasser.
Fünf Minuten später kam es zu einer zweiten Detonation an der Steuerbordseite
in Höhe des Luks II. Außer dem Kapitän und vier Offizieren verließ
die Besatzung das Schiff, die fünf folgten später. Ein sowjetischer Schlepper
drückte die ARENDSEE in flaches Wasser. Eine dritte Haftmine konnte
entfernt und entschärft werden. MS BLANKENSEE übernahm die Ladung.
Da sich eine Reparatur nicht lohnte, wurde das Wrack am 5. September
auf die See hinausgeschleppt, wo es bei einer Wassertiefe von 530 Metern versenkt wurde.
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