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Teil
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Nach
Überredungskünsten durch "Glocke" erhielt er dann
diesen Bericht!
Also mit meinem Unfall war
das so, am 15.12.1977 waren wir mit ROS 221 "Brandenburg"
vor der Norwegenküste. Ausgelaufen sind wir mit einem Schiff
das von der Sicherheitsinspektion als unsicher beanstandet wurde.
Die Relingsklappe
hat sich an Stb.-Seite nicht öffnen lassen. Mit Unterschrift
und guten Worten und dem Versprechen es auf See sofort reparieren
zu lassen sind wir ausgelaufen.
Nur wusste
außer dem Alten keiner davon, einige Tage später wir waren
schon am Fischen und ich hatte um Mitternacht Feierabend,
da passierte es.
Da der Kochsmaat
seine erste Reise machte und Schlechwetter war, half ich ihm die
Abfälle auf das Bootsdeck zu bringen.
Ich lehnte
mich an die besagte Rehlingsseite und plötzlich gab die Reling
nach und brach weg. Und weg war ich!
Nachts kurz
nach 12 Uhr; Wasser 4 Grad Celsius, Windstärke 8-9.
Und was
machte mein Kochsmaat, er ging Duschen. Danach ist er zum Koch
gegangen und sagte ihm "der Jörg ist außenbords gefallen".
Nun
ging die Suche los! Ich hatte ja auch keine Schwimmweste
um, und als ich sah, unser Schiff hat Rot geschossen wuste
ich, man sucht mich.
Dann fuhr
die ROS 408 so dicht an mir vorbei das ich den Namen lesen
konnte,aber durch die hohen Wellen konnen sie mich garnicht
sehen.Ich selbst konnte sogar den Mann im Eisscheinwerfer
sehen.
Da die Robert
Koch gerade mit dem BA fertig war und schon auf Heimreise gedreht
hatte, entschloss sie sich die selbe Strecke zurück
zu fahren. Außerhalb der suchenden Flotte stoppte sie ab
und ich lag direkt an der STB-Seite im Wasser.
Um 1.20
war dann alles vorbei - ich war gerettet und wurde gleich
nach Norwegen ins Krankenhaus gebracht.
Dieser
Unfall geschah unter Kapitän Lormes, ich hatte gerade mein Schiff
gewechselt, da die Leipzig auf der ich gelernt hatte und auch als Matrose
gefahren bin 1977 verschrottet wurde.
Wenn
damals die Leipzig nicht verschrottet worden wäre, dann wäre
ich auch nicht auf der Brandenburg gelandet.
Kapitän
Seddig war schon ein ganzer Kerl!
Und
es wäre vieleicht auch nichts passiert. Ja es stimmt alles so,
ich glaube dies war die längste Nacht meines Lebens.
Da ich ja auch keine Schwimmweste umhatte, musste ich ganz schön
kämpfen.
(Webmasterfrage:" Gibt
es noch Beteiligte/Zeugen von der Robert Koch?)
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